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Nordamerikanische Menopausen-Gesellschaft

Aktuelle Experten-Empfehlungen zur Hormontherapie

Abwägung nach individuellem Nutzen-Risiko-Profil

Experten der Nordamerikanische Menopausen-Gesellschaft (NAMS) sehen die Hormontherapie als Chance an, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der betroffenen Frauen zu verbessern. Doch worauf sollte man bei der Art der Hormone achten? Welche Beschwerden können wirksam behandelt werden? Und inwiefern können moderne Darreichungsformen mögliche Risiken senken? Lesen Sie alles über die aktuellen Empfehlungen der NAMS.

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Vor allem Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche lassen sich durch eine Hormontherapie lindern
Getty Images/Eyecandy Images RF
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In den vergangenen zehn Jahren war die Hormontherapie immer wieder Gegenstand der Forschung – dementsprechend breit ist das Wissen rund um diese Behandlungsform heute. So gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass die Auswahl der Hormone, die Darreichungsform und der Zeitpunkt der Behandlung entscheidend für den Therapieerfolg, die Verträglichkeit und für die Minderung möglicher Nebenwirkungen sind. Doch worauf kommt es im Detail an? In einer aktuellen Stellungnahme fassen die Experten der nordamerikanischen Fachgesellschaft die neuen Erkenntnisse zusammen. Es handelt sich dabei um allgemeine Empfehlungen, die allerdings immer vor dem individuellen Nutzen-Risiko-Profil der einzelnen Frau gesehen werden müssen – das betonen auch die Experten.

Hormontherapie zur Linderung vasomotorischer Beschwerden empfohlen

Den Experten zufolge ist die Hormontherapie insbesondere bei moderaten bis schweren vasomotorischen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche, die auch zu Schlaf- und Konzentrationsstörungen führen können - sinnvoll und wirksam.

Ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie (HT) ist der Leidensdruck der betroffenen Frau, der von der Schwere der Symptome und deren Auswirkungen auf die Lebensqualität abhängt. Darüber hinaus müssen vorab weitere Faktoren wie das individuelle Thrombose- und Brustkrebsrisiko sowie das Vorliegen eventueller Herz-Kreislauf-Erkrankungen berücksichtigt werden. 

Lokale Östrogentherapie bei vaginalen Beschwerden

In den Wechseljahren kommt es durch die Rückbildung der Scheidenwand häufig auch zu vaginalen Symptomen wie Scheidentrockenheit, Juckreiz und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie). Diese Symptome lassen sich durch eine Östrogentherapie gut behandeln. Eine lokale Behandlung bietet sich vor allem dann an, wenn ausschließlich vaginale Beschwerden bestehen. Bei Frauen in den Wechseljahren kommt es mitunter auch zu wiederkehrenden Infektionen der Harnwege – im Rahmen einer Östrogentherapie können diese Beschwerden ebenfalls zurückgehen.

Zusammensetzung und Darreichungsform

Prinzipiell sollten Frauen, deren Gebärmutter noch nicht entfernt wurde, im Rahmen der Hormontherapie zusätzlich zum Östrogen ein Gestagen erhalten. Eine Monotherapie mit Östrogen kann zu einem unkontrollierten Wachstum der Gebärmutterschleimhaut führen und damit das Risiko für Gebärmutterkrebs erhöhen. Die Kombinationstherapie mit einem Gestagen kann diesen Veränderungen entgegenwirken.

Eine reine Östrogentherapie ist für Frauen geeignet, deren Gebärmutter entfernt wurde. Die Zugabe eines Gestagens entfällt aber beispielsweise auch dann, wenn das Östrogen zur alleinigen Behandlung vaginaler Beschwerden lokal angewendet wird.

Neben der Zusammensetzung der Hormontherapie muss auch die optimale Darreichungsform mit dem Arzt geklärt werden. So stehen beispielsweise Tabletten, Gels oder Vaginalzäpfchen zur Verfügung – welche Darreichungsform im Einzelfall die richtige ist, hängt unter anderem vom Beschwerdemuster und den vorliegenden Krankheitsrisiken ab. Im Allgemeinen gilt die Östrogenzufuhr über die Haut als vergleichsweise nebenwirkungsarme Form der Hormontherapie.

Individuelle Entscheidung

Letztendlich können die Experten nur allgemeine Empfehlungen aussprechen. Die Entscheidung, ob eine HT infrage kommt, trifft die einzelne Frau zusammen mit ihrem Frauenarzt. Umfassende Information und eine ausführliche Beratung sind hier die richtige Basis.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2014

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