Keine Erhöhung des Brustkrebsrisikos

Vorteile von natürlichem Progesteron

Geschlechtshormon aus der Yamswurzel-Natürliches Progesteron steigert das Brustkrebsrisiko nicht
Die Yamswurzel gilt als natürlicher Progesteron-Lieferant.
(c) John Foxx

Natürliches Progesteron hat gegenüber synthetisch hergestellten Gestagenen viele Vorteile. Diese sollten gerade bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden ausgenutzt werden.

Das weibliche Geschlechtshormon Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt, gehört zur Gruppe der Gestagene. Es ist für das Zustandekommen und den Verlauf einer Schwangerschaft entscheidend (pro "für", Gestation "Schwangerschaft"). Progesteron wird hauptsächlich während der zweiten Zyklushälfte im so genannten Gelbkörper in den Eierstöcken gebildet.

Progesteron wirkt stimmungsausgleichend

Meist beginnen die Wechseljahre damit, dass der Körper zu wenig Progesteron produziert. In der Folge werden die Regelblutungen unregelmäßig, viele Frauen leiden außerdem unter Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit. Diese Symptome können durch die Einnahme von natürlichem Progesteron gemildert werden. Es wirkt stimmungsausgleichend, antidepressiv, angstlösend und verbessert die Schlafqualität.Vor allem zu Beginn der Wechseljahre wird die gleichzeitige Einnahme von Östrogenen und natürlichem Progesteron empfohlen. Zu diesem Zeitpunkt reagiert die Gebärmutterschleimhaut noch auf Östrogene und baut sich mit dem monatlichen Zyklus auf. Progesteron sorgt dafür, dass die monatliche Regelblutung stattfindet.Ein übermäßiges Wachstum der Gebärmutterschleimhaut wird verhindert, das mit einem gesteigerten Krebsrisiko einhergehen kann.

Wirkstoff aus der Yamswurzel

Natürliches Progesteron wird aus dem Pflanzenstoff Diosgenin hergestellt, der in Yamswurzelgewächsen enthalten ist, die bevorzugt in tropischen Breiten anzutreffen sind. Gegenüber den synthetisch hergestellten Gestagenen hat die natürliche Substanz viele Vorteile. So hat die E3N-EPIC Studie gezeigt, dass die Anwendung von ausschließlich Östrogenen oder von Östrogenen in Kombination mit synthetischen Gestagenen bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden das Risiko für Brustkrebs erhöht. Bei der Kombination von natürlichem Progesteron mit über die Haut verabreichten Östrogenen stieg dagegen das Brustkrebsrisiko nicht an.

Weitere positive Eigenschaften von natürlichem Progesteron sind:

  • sein fehlender Einfluss auf den Zuckerstoffwechsel
  • sein fehlender Einfluss auf den Fettstoffwechsel und
  • sein fehlender Einfluss auf die Blutgerinnung.

Eine Erhöhung der Blutfettwerte ist daher bei der Einnahme von natürlichem Progesteron ebenso wenig zu befürchten wie eine krankhafte Steigerung der Blutzuckerwerte oder eine Erhöhung des Blutdrucks. Auftreten können hingegen Magen-Darmbeschwerden und Schmerzen in der Brust.

Gesunder Lebensstil in den Wechseljahren – die besten Tipps
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    Wechseljahre – die Gesundheitsrisiken nehmen zu

    Das Absinken des Hormonspiegels in den Wechseljahren erhöht grundsätzlich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Krankheiten. Hinzu kommt, dass sich der Energieverbrauch mit steigendem Alter reduziert. Da sich das Essverhalten nicht verändert, nehmen viele Frauen dann zu. So hat etwa jede zweite Frau um die 50 Gewichtsprobleme – und damit steigt die Gefahr für Erkrankungen des Herzens und der Gefäße.

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    Gesund und energiebewusst ernähren

    Eine energiekontrollierte Kost mit hoher Nährstoffdichte kann einer übermäßigen Gewichtszunahme entgegen wirken und hilft, das Herz-Kreislauf-Risiko zu minimieren. Die Empfehlung lautet: Mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte essen. Obst und Gemüse haben zumeist nur wenige Kalorien und führen dem Körper wichtige Vitamine zu. Ein weiterer Pluspunkt: Sie wirken ebenso wie Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte durch ihren höheren Ballaststoffanteil sättigend. Figur, Wohlbefinden und Gesundheit können deutlich profitieren.

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    Auf die richtige Fettzufuhr kommt es an

    Gerade in den Wechseljahren zahlt es sich aus, wenn Sie den Genuss tierischer Fette - also den Verzehr von Fleisch, Wurst und Butter einschränken. Verwenden Sie zur Zubereitung von Speisen stattdessen gesunde Pflanzenöle wie beispielsweise Rapsöl und essen Sie viel Fisch. Seefische wie Hering und Makrele enthalten schützende Omega-3-Fettsäuren. Der Umstieg auf gesunde Fette wirkt sich günstig auf Blutfettwerte, Gefäßfunktion und Herzgesundheit aus und kann das Herz-Kreislauf-Risiko in und nach den Wechseljahren günstig beeinflussen.

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    Eine kalziumreiche Kost mindert das Osteoporoserisiko

    Ein verringerter Östrogenspiegel kann den Knochenabbau verstärken und das Osteoporose-Risiko erhöhen. Eine kalziumreiche Ernährung dient als Gegenpol und unterstützt den Knochenaufbau. Besonders reich an Kalzium sind Milch und Milchprodukte sowie Gemüsesorten wie etwa Brokkoli, Fenchel und Lauch. Diese Nahrungsmittel gehören in und nach den Wechseljahren häufiger auf den Speiseplan.

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    Nicht nur bewusst ernähren - auch mehr bewegen!

    Regelmäßige körperliche Bewegung vermindert nicht nur das Herz-Kreislauf-Risiko, sondern auch typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schwindel, Abgeschlagenheit oder Depressionen. 30 Minuten am Tag sollten es optimalerweise mindestens sein, egal ob joggen, Rad fahren, tanzen oder schwimmen. Mit dem Sport steigen auch Muskelmasse und Energiebedarf, der Knochenaufbau wird gestärkt. Osteoporose-, Brust- und Darmkrebsrisiko sinken.

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    Entspannungsübungen für mehr Wohlbefinden

    Um das Wohlbefinden zu steigern und Wechseljahresbeschwerden entgegenzuwirken, können regelmäßige Entspannungsübungen hilfreich sein. Besonders bewährt haben sich vor allem Autogenes Training, Yoga, Tai Chi oder Progressive Muskelentspannung. Die Übungen tragen dazu bei, mit stressigen Situationen souveräner umzugehen und stärken darüber hinaus wichtige Körperfunktionen und die Psyche. Auch bei Hitzewallungen zeigen derartige Entspannungstechniken übrigens eine günstige Wirkung.

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    Wenn ein gesunder Lebensstil nicht ausreicht

    Eine Änderung des Lebensstils kann zu einem verbesserten Wohlbefinden beitragen und Gesundheitsrisiken minimieren. Doch nicht bei jeder Frau reichen diese Maßnahmen alleine aus. Insbesondere bei starken Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kann dann eine Hormontherapie hilfreich sein. Studien haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass eine Hormontherapie zusätzlich positive Auswirkungen auf die Herz- und Gefäßgesundheit hat. Heute gibt es gut verträgliche Darreichungsformen wie etwa ein Hormongel zum Auftragen auf der Haut. Lassen Sie sich dazu bei Ihrem Arzt beraten.

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Autor: Kathrin Sommer
Letzte Aktualisierung: 03. Dezember 2010
Quellen: Nach Informationen der Broschüre "Natürliches Progesteron. Perle der Natur"

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