
Winterdepression
Was hilft gegen den Winterblues?
Nicht alle lieben die Herbst- und Wintermonate: Dunkelheit und Kälte setzen uns zu. Dabei muss die kalte Jahreszeit gar nicht ungemütlich sein.
Die kalte, dunkle Jahreszeit legt sich bei vielen Menschen auf die Stimmung. Sie fühlen sich antriebsärmer als im Frühjahr oder Sommer, sind oft müde und haben ein erheblich vermehrtes Schlafbedürfnis. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, gleichzeitig steigt der Appetit. Die Intensität dieser Symptome ist unterschiedlich ausgeprägt; in der Regel beginnen sie im Herbst und enden im Frühjahr, wenn die Tage wieder länger werden. Mediziner fassen die Symptome unter dem Begriff Saisonal Abhängige Depression (SAD) oder auch Winterdepression zusammen.
Vermutet wird, dass Verstimmungen im Herbst und Winter in erster Linie durch das fehlende Sonnenlicht verursacht werden. Hierdurch produziert die Zirbeldrüse (Epiphyse) verstärkt Melatonin, ein Hormon, das den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Normalerweise wird es vor allem nachts freigesetzt, im Herbst und Winter jedoch aufgrund der anhaltenden Dunkelheit auch tagsüber. Dies verursacht Müdigkeit.
Gehen Sie raus
Ein gutes Mittel dagegen ist viel Bewegung im Freien, solange es hell ist. Gehen Sie deshalb nach draußen - ungeachtet schlechten Wetters. Sie werden sich in jedem Fall besser fühlen, auch weil körperliche Bewegung den Kreislauf anregt und die Muskulatur stärkt.
Machen Sie es sich zu Hause so gemütlich wie möglich. Gönnen Sie sich Pausen, in denen Sie eine Kerze anzünden, einen heißen Tee trinken, Musik hören oder eine Unterhaltung mit einem Ihnen nahe stehende Menschen führen. Umgeben Sie sich mit Farben eine orangefarbene Decke, eine rote Bluse oder ein bunter Blumenstrauß wirken belebend.
Gehen Sie Freizeitaktivitäten nach, für die Sie sich besonders interessieren. Versuchen Sie, sich dabei soviel wie möglich zu bewegen. Das hält Sie fit und belebt Ihre Sinne. Im Winter besonders zu empfehlen sind Saunagänge. Gerade in der kalten Jahreszeit wird die Saunawärme als angenehm und entspannend empfunden. Sind die Beschwerden sehr ausgeprägt, kann der Arzt eine Lichttherapie mit speziellen Tageslichtlampen verschreiben.
Holen Sie sich ärztlichen Rat
Besonders während der Wechseljahre erleben manche Frauen die jahreszeitlich bedingten Verstimmungen als stark beeinträchtigend. Treten diese zusammen mit anderen Wechseljahrsbeschwerden auf, ist wahrscheinlich ein Hormonmangel im Körper Schuld am Stimmungstief. Bei Verdacht sollten die Beschwerden mit dem Frauenarzt besprochen werden, denn eine individuell abgestimmte Hormontherapie ist dann die wirkungsvollste Therapieform.






