
Studien
Hormone bleiben Nummer 1
Pflanzenextrakte sind keine Alternative zu Hormonen bei der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden, wie eine aktuelle US-Studie zeigt.
Phytopharmaka schnitten auch in der Kombination mit Vitaminen kaum besser ab als ein unwirksames Scheinmedikament (Placebo). Im direkten Vergleich bestätigte sich dagegen die gute Wirkung von Hormonen auf die Beschwerden.
In der Studie wurden 351 Frauen in fünf Gruppen aufgeteilt und über ein Jahr behandelt - entweder mit einem Extrakt aus der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) allein oder kombiniert mit neun anderen pflanzlichen Stoffen. Eine weitere Gruppe erhielt diese Multi-Phyto-Präparate und sollte vermehrt Sojaprodukte zu sich nehmen. Die Beschwerden besserten sich unter allen drei Behandlungsformen nicht stärker als unter dem Scheinmedikament, weder nach drei, sechs noch zwölf Monaten. Im Studienarm mit Multi-Phytos plus Soja verschlechterte sich das Befinden der Patientinnen sogar. Einzig und allein in dem Studienarm mit Frauen unter einer Hormonersatztherapie wurde ein überzeugender Rückgang von Hitzewallungen, Schlafstörungen und eine verbesserte Stimmung nachgewiesen.
Diese Aussagen gelten naturgemäß nur für die untersuchten Pflanzenpräparate und lassen keine Rückschlüsse auf die Wirkung anderer Pflanzenextrakte zu. Die eindeutige Überlegenheit der Hormone bei ausgeprägten Beschwerden ist damit jedoch erneut bestätigt. Beim gezielten Einsatz mit jährlichen Untersuchungen ist die Hormonersatztherapie zudem eine sichere Behandlung, darüber sind sich alle Experten einig.






