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Natürliches Progesteron ist sicherer

Weniger Nebenwirkungen durch natürliches Progesteron

Die Hormonbehandlung von Frauen in und nach den Wechseljahren ist in den letzten Jahren wegen ihrer potenziellen Nebenwirkungen wiederholt in die Kritik geraten. Neue Untersuchungen belegen: Es kommt auf die richtige Wahl der Präparate an.

Demnach kann die Zufuhr von Östrogenen über die Haut in Kombination mit der Anwendung natürlichen Progesterons das Risiko für Thromboembolien (gefäßverstopfende Blutgerinnsel) oder Brustkrebs erheblich reduzieren.

Reduzierte Gefahr für Thromboembolien

Thromboembolien können zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, wenn sie größere Gefäße verstopfen und die Blutzufuhr zu lebenswichtigen Organen behindern. Thromboembolien sind bei Frauen in und nach den Wechseljahren so häufig, wie koronare Herzkrankheiten und Schlaganfälle zusammen. Alle zusätzlichen Risikofaktoren, die ihre Bildung begünstigen, sollten daher vermieden werden.

Die Einnahme synthetischer Gestagene führt einer neuen Studie aus Frankreich zufolge zu einer Zunahme von Thromboembolien um das Dreifache. Natürliches Progesteron (Gelbkörperhormon) dagegen war in der Untersuchung, an der 259 Thrombosepatientinnen teilgenommen hatten, nicht mit einem Anstieg der Thrombosefälle verbunden.

Auch die Darreichungsform der Wirkstoffe spielt offenbar eine entscheidende Rolle. So erhöhte in der Studie die Einnahme von Östrogenen als Tabletten das Thromboserisiko um das Vierfache, während die Zufuhr über die Haut das Risiko nicht beeinflusste. Bei übergewichtigen Frauen ist dieser Effekt besonders wichtig.

Keine Erhöhung des Brustkrebsrisikos

In Studien wurde nachgewiesen, dass sich das Brustkrebsrisiko bei einer kombinierten Hormontherapie mit synthetischen Gestagenen erhöht. Wird dagegen natürliches Progesteron mit über die Haut verabreichten Östrogenen kombiniert, kommt es zu keinem Anstieg des Brustkrebsrisikos. In einer Untersuchung an knapp 70.000 Frauen war selbst nach fünfeinhalbjähriger Behandlung mit einer Kombination aus über die Haut zugeführten Östrogenen und natürlichem Progesteron kein gesteigertes Brustkrebsrisiko zu beobachten.


Quelle: Symposium „Hormonersatztherapie: Die Studien nach den Studien" im Rahmen des Fortbildungs-Kongresses 2007 der Frauenärztlichen Bundesakademie, März 2007 und nach Ergebnissen der ESTHER-Studie (EStrogen and THromboEmbolism Risk Study)
Autor: Springer Medizin
Stand: Mar 29, 2007


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