
Weniger gefährliche Plaques
Östrogentherapie bei jüngeren Frauen vorteilhaft fürs Herz
Laut einer Studie mit jüngeren postmenopausalen Frauen lagert sich weniger Kalk in den für die Blutversorgung des Herzens verantwortlichen Gefäßen ab, wenn eine Östrogentherapie durchgeführt wird. Kalkablagerungen in den Herzarterien erhöhen das Risiko für Herzkrankheiten wie Angina pectoris oder Herzinfarkt.
Eine Teilstudie der so genannten WHI-Studie (Women's Health Initiative) untersuchte die Bildung von Kalkablagerungen (Plaques) in Herzarterien bei mehr als 1.000 Frauen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren, bei denen aufgrund einer Erkrankung eine operative Entfernung der Gebärmutter vorgenommen worden war. Ein Teil der Frauen wurde mit Östrogenen behandelt, der andere Teil erhielt ein Scheinmedikament (Placebo). Die Behandlung bzw. Scheinbehandlung wurde im Durchschnitt über 7,5 Jahre durchgeführt.
Mittels Computertomographie (CT) des Herzens stellten die Forscher fest, dass bei den mit Östrogenen behandelten Studienteilnehmerinnen 40% weniger Kalziumablagerungen in den Herzarterien auftraten als bei den Frauen in der Placebogruppe. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass eine frühzeitige Behandlung jüngerer Frauen in bzw. nach der Menopause mit Östrogenen vor Herzkrankheiten wie Angina pectoris oder Herzinfarkt schützen könne, so ihr Fazit.






