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Arztbesuch wegen Wechseljahresbeschwerden

Was kommt auf mich zu?

Um festzustellen, ob es sich bei Beschwerden im typischen Alter um den Eintritt der Wechseljahre handelt, führt der Frauenarzt einige Untersuchungen durch.

Gerade in den Wechseljahren ist der Gynäkologe ein wichtiger Ansprechpartner für Frauen und die richtige Adresse, wenn typische Wechseljahresbeschwerden auftreten. Er hilft auch, wenn sich Frauen nur informieren wollen, wie sie möglichen Folgekrankheiten vorbeugen können, die eventuell mit den Hormonumstellungen in den Wechseljahren verbunden sind.

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch

Jede ärztliche Untersuchung beim Frauenarzt beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Der Arzt fragt nach Beschwerden und dem Monatszyklus, beim Erstbesuch auch nach der eigenen und familiären Krankengeschichte. Dadurch kann er eventuelle gesundheitliche Probleme oder erbliche Vorbelastungen besser feststellen und einordnen. Darüber hinaus erkundigt sich der Arzt nach dem persönlichen Lebensstil der Patientin, wie beispielsweise der Ernährung, den Konsum von Genussmitteln und der sportlichen Betätigung.

Die körperliche Untersuchung

Dem Vorgespräch schließt sich eine gründliche körperliche Untersuchung an. Dabei wird der Blutdruck gemessen und verschiedene Körpermaße wie Größe und Gewicht zur Bestimmung des Body Mass Index erfasst. Im Anschluss werden die Brust, die äußeren und inneren Genitalien durch Abtasten, mittels Abstrich und in aller Regel auch per Ultraschall untersucht. Durch die körperliche Untersuchung verschafft sich der Arzt einen Eindruck über den Gesundheitsstatus der Patientin.

Hormonbestimmung und weitere Laboruntersuchungen

Deuten die Beschwerden der Patientin auf eine hormonelle Veränderung hin, werden die Hormonspiegel im Blut gemessen. Durch die Untersuchung und Analyse der Blutwerte kann der Arzt feststellen, ob die Beschwerden tatsächlich durch den Eintritt der Wechseljahre hervorgerufen werden oder ob sie auf andere Ursachen zurückgehen. Bestimmt werden Östrogene, Progesteron, Follikel-stimulierendes Hormon (FSH), Schilddrüsenhormone u.a. (siehe auch Artikel Hormonspiegel).

Aufschluss über die allgemeine Stoffwechselsituation gibt darüber hinaus eine Untersuchung der Blutwerte, wie Blutzucker, Blutfette (Cholesterin, HDL, LDL, Triglyceride), Enzyme, Eiweiß, Mineralstoffe (z. B. Kalium, Calcium), Eisen und Antikörper. Darüber hinaus erfolgt eine Kontrolle des Urins. Bei Verdacht auf bestimmte Krankheiten sind speziellere Untersuchungen notwendig: z.B. die Bestimmung von Homocystein und Lipoprotein-a im Blut, um ein Risiko für Arteriosklerose, Thrombose oder Schlaganfall zu ermitteln bzw. auszuschließen. Eine Knochendichtemessung zeigt an, ob ein Risiko für Osteoporose vorliegt. Zum Ausschluss bestimmter Krebserkrankungen wird der Frauenarzt Früherkennungsuntersuchungen empfehlen, wie beispielsweise eine Mammographie zur Brustkrebsvorsorge.

Weitere Untersuchungen

Gezielte internistische Untersuchungen folgen, wenn der Verdacht auf eine bestimmte Krankheit besteht. So wird etwa zur Diagnose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein EKG (Elektrokardiogramm) und eine Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße durchgeführt. Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung des Bauchraums und weiterführenden Untersuchungen wie einer Stuhluntersuchung bzw. Magen- und Darmspiegelung lassen sich Erkrankungen des Verdauungstrakts erfassen.

Wie finde ich einen Arzt?

Frauenärzte, die sich auf Vorbeugung und Früherkennung spezialisiert haben, finden Sie auch in unserer Arztsuche, hier direkt im Special:
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Quelle: Römmler, A.: Die Wahrheit über Hormone. Südwest Verlag 2006; Leidenberger, F. et al. (Hrsg.): Klinische Endokrinologie für Frauenärzte. Springer Verlag 2005
Autor: Kathrin Sommer
Stand: Jul 28, 2009


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