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Abstrich

Lokale Östrogentherapie erleichtert Krebsvorsorge

Nützlich bei sehr dünner Scheidenschleimhaut

Eine lokale Östrogenbehandlung erleichtert den für die Krebsvorsorge nötigen Abstrich bei Frauen nach den Wechseljahren.

Unklare Befunde beim Abstrich für die Krebsvorsorge sind bei Frauen, die die Wechseljahre schon einige Zeit hinter sich haben und keine Hormone anwenden, nicht selten. Durch die Behandlung des Scheidenbereichs mit einem mild wirksamen Östrogen (Östriol) kann sich der Frauenarzt Klarheit verschaffen und die Frauen beim Kontrollabstrich beruhigen: Zu über 80 Prozent entpuppen sich ungewisse Befunde danach als unbedenklich. Nur bei einem kleinen Teil der Proben besteht danach tatsächlich Krebsverdacht.

Wenn die körpereigene Östrogenproduktion nach den Wechseljahren versiegt, macht sich das mit der Zeit nicht nur an der Haut im Gesicht unangenehm bemerkbar. Im Geschlechtsbereich nehmen die Schamlippen an Größe ab, die Schleimhaut im Scheidenbereich wird dünner und dadurch empfindlicher. Im Gegensatz zu Frauen im gebärfähigen Alter besteht die Schleimhaut einer 60 bis 65-jährigen Frau nicht mehr aus zehn, sondern nur noch aus zwei bis drei Zellschichten. Die Zellen selbst sind durch den Hormonmangel außerdem quasi verkümmert - sie sind viel kleiner, weisen kaum Zellflüssigkeit auf und haben weniger Inhaltsstoffe eingelagert. Damit lassen sie sich im Mikroskop oft nur schwer von krebsverdächtigen Zellen unterscheiden, denn auch diese sind klein. Sie teilen sich allerdings viel schneller als normale Zellen, doch das ist in der Momentaufnahme im Mikroskop nicht zu sehen.

Wie Creme und Zäpfchen bei Krebsvorsorge helfen können

Um eine klare Aussage treffen zu können, nützen Frauenärzte seit langem die bewährte "Aufhellung" mit dem körpereigenen Östrogen Östriol - etwa in Form Creme oder Vaginalzäpfchen. Das Hormon wirkt nahezu ausschließlich direkt am Scheideneingang und in der Scheide und lässt dort die Schleimhaut wieder reifen. Weil diese Zellen östrogenabhängig sind, nehmen sie nach einigen Wochen wieder ihre typische Form und Größe an und lassen sich bei der Färbung im mikroskopischen Bild gut einordnen und von krebsverdächtigen Zellen unterscheiden.

Mit diesem einfachen "Rezept" gelingt es, vielen Frauen die Ängste zu ersparen, die sich aus einem Krebsverdacht ergeben würden. Überdies verbessert die lokale Östrogenbehandlung bei sehr dünner Scheidenschleimhaut die Lebensqualität beträchtlich, wenn Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftraten. Die Schleimhaut wird nicht nur "dicker", sondern auch elastischer, widerstandsfähiger und reißt nicht mehr so schnell ein.

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Autor: Springer Medizin
Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2014

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