Bewegung und Co. gegen Knochenschwund

Osteoporose vorbeugen - die besten Tipps

Sport und kalziumreiche Ernährung besonders wichtig

Eine negative Begleiterscheinung der Wechseljahre ist die Entstehung von Osteoporose. Der altersbedingte Mangel an Östrogenen führt zu einer Verringerung der Knochenmasse, wodurch sich langfristig die Struktur des Knochengewebes verändert.

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Leichter Ausdauersport ist gesund und beugt Osteoporose vor
Getty Images/Pixland

Viele nehmen sich vor, mehr Sport zu treiben und sich mehr zu bewegen. Doch bei der Umsetzung  scheitern sie dann. Damit zu beginnen, ist für Frauen jederzeit ratsam: Regelmäßige körperliche Aktivität kann nämlich den negativen Folgen altersbedingter Osteoporose vorbeugen.

Aber auch wenn die Knochenmasse bereits abgenommen hat - etwa bedingt durch die Menopause - stärkt Sport die Muskulatur, verbessert die Motorik und bedeutet so einen gewissen Schutz vor Stürzen und Knochenbrüchen.

Knochenschwund erhöht die Sterblichkeit

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Eine negative Begleiterscheinung der Wechseljahre ist die Entstehung von Osteoporose. Der altersbedingte Mangel an Östrogenen führt zu einer Verringerung der Knochenmasse, wodurch sich langfristig die Struktur des Knochengewebes verändert. Der Knochen wird instabil, und es besteht ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche. Erhebungen zeigen, dass nach der Menopause etwa sieben Prozent aller Frauen im Alter von 55 Jahren an Osteoporose erkrankt sind - im Alter von 80 Jahren sind es fast 20 Prozent. Der Schwund an Knochenmasse und die damit einhergehende Verletzungsgefahr schränken die Lebensqualität nachweislich ein und erhöhen die Sterblichkeit.

Bewegung mindert das Risiko für Osteoporose

Sport kann sowohl der Entstehung von Osteoporose vorbeugen als auch die Risiken einer bestehenden Osteoporose verringern. So regt regelmäßige körperliche Betätigung den Knochenstoffwechsel an, strafft das Bindegewebe, stärkt die Muskulatur und fördert die Flexibilität und Dehnfähigkeit. Die Koordinationsfähigkeit verbessert sich und die Muskelkraft nimmt zu, was einen gewissen Schutz vor Stürzen und gefährlichen Verletzungen bietet.

Außerdem trägt Bewegung dazu bei, das Körpergewicht zu kontrollieren und belastendes Übergewicht zu vermeiden. Besonders effektiv ist eine Kombination aus kraftbetontem Training (beispielsweise Gymnastik) und Ausdauertraining (etwa Schwimmen, Radfahren, Joggen oder Wandern).

Hormonmangel behandlen

Einer Osteoporose kann man aber auch vorbeugen, indem man den Hormonmangel durch das Zuführen von Östrogenen und natürlichem Progesteron (Hormonersatztherapie)  ausgleicht. Dabei sind die Hormone in der niedrigsten notwendigen Dosierung anzuwenden. Vorteilhaft ist die Gabe von Östrogenen über die Haut, z.B. als Dosiergel. Hierdurch wird die Verstoffwechslung der Hormone in der Leber umgangen, so dass negative Wirkungen auf die Blutgerinnung sowie den Fettstoffwechsel vermieden werden. Dadurch besteht anders als bei Einnahme von Tabletten kein erhöhtes Thromboserisiko. Auch das Risiko eines Herzinfarktes ist bei der Hormonzufuhr über die Haut um die Hälfte niedriger als bei Hormontabletten.

Darüber hinaus hat die Verabreichung von Östrogenen über die Haut in Kombination mit natürlichem Progesteron keine nachteiligen Effekte auf das Brustkrebsrisiko, wie in Studien nachgewiesen werden konnte.

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Autor: Kathrin Sommer
Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2014
Quellen: Wechseljahresbeschwerden - und nun?, PD Dr. med. A. Römmler, Sportärztebund Nordrhein e.V., AWMF-Leitlinien: Osteologie, DVO zu Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei Frauen ab der Menopause, bei Männern ab dem 60. Lebensjahr

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