Auf die Knochengesundheit achten

Osteoporose vorbeugen - mit Calcium und Vitamin D

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In Käse und Milchprodukten steckt viel Kalzium
(c) Alexandra Grablewski

Lesen Sie hier Wissenswertes zum Thema Kalzium gegen Osteoporose.

Nach den Wechseljahren steigt das Risiko für eine Osteoporose, die zu schmerzhaften Knochenbrüchen führen kann. Eine wichtige Rolle bei der Vorsorge der Erkrankung bzw. ihrer Folgen spielen Kalzium und Vitamin D.

Bei der Osteoporose kommt es zum schrittweisen Abbau von Knochensubstanz, sodass Knochenmasse verloren geht und sich die Architektur des Knochens krankhaft verändert. Dadurch verlieren die Knochen ihre Festigkeit, und die Gefahr für Brüche wächst. Schon ein kleiner Sturz verursacht dann unter Umständen einen Wirbelkörper- oder anderen Knochenbruch. Brüche können schmerzhaft sein und die Mobilität der Betroffenen und damit ihre Lebensqualität erheblich einschränken.

In den Wechseljahren steigt das Risiko

Aufgrund der Hormonumstellung in den Wechseljahren mit sinkenden Spiegeln an Östrogen und Progesteron im Blut steigt das Risiko für Osteoporose an. Vor allem die ausbleibende Wirkung des Östrogens spielt dabei eine Rolle: Der Knochenaufbau kann sich verlangsam und der Abbau beschleunigen mit der Folge, dass dann die Knochenmasse rasch abnimmt.

Aus diesem Grund erkranken Frauen mit zunehmendem Lebensalter deutlich häufiger an Osteoporose. Sind es bei Frauen nach der letzten Regelblutung (Menopause) im Alter von 55 Jahren noch sieben Prozent, liegt die Erkrankungsrate im Alter von 80 Jahren schon bei 19 Prozent. Auch die Häufigkeit von Wirbelkörper- und anderen Knochenbrüchen steigt mit dem Lebensalter an.

Vitamin-D-Mangel erhöht das Sturz- und Bruchrisiko zusätzlich

Eine entscheidende Rolle im Knochenstoffwechsel bzw. für die Knochenfestigkeit spielt Vitamin D. Doch nicht nur das: Auch die Muskulatur und die Koordinationsfähigkeit der Muskeln werden durch das Vitamin beeinflusst. Ein Mangel an Vitamin D führt daher nicht nur zu einer verminderten Festigkeit des Knochens, sondern auch zu einem erhöhten Risiko für Stürze. Zudem können die Betroffenen im Fall eines Sturzes weniger gut reagieren, stützen sich oft nur unzureichend ab und fallen deshalb ungünstig.

Wie kommt es zum Vitamin-D-Mangel?

UV-Licht spielt bei der Bildung von Vitamin D in der Haut eine wichtige Rolle. Reicht die Sonneneinstrahlung auf die Haut nicht aus, wie etwa im Winter in den nördlichen Breiten Europas, steht eventuell nicht genügend Vitamin D zur Verfügung. Darüber hinaus haben ältere Menschen ein höheres Risiko für einen Vitamin-D-Mangel: Bei gleicher UV-Bestrahlung bilden sie deutlich weniger Vitamin D als jüngere Menschen.

Einen Vitamin-D-Mangel ausgleichen

Einen bestehenden Vitamin-D-Mangel auszugleichen, kann das Risiko für Stürze und damit einhergehende Knochen- oder Wirbelkörperbrüche bei reduzierter Knochenfestigkeit senken. Experten empfehlen dafür, das Gesicht und die Arme eine halbe Stunde pro Tag der Sonne auszusetzen. Auch über die Ernährung lässt sich Vitamin D verstärkt zuführen. Vitamin-D-reiche Nahrungsquellen sind zum Beispiel Eier und Seefisch wie Hering, Makrele oder Lachs. Allerdings enthält allein Seefisch Vitamin D in genügender Menge, um den körpereigenen Speicher durch regelmäßigen Verzehr aufzufüllen.

Reichen weder die Sonnenbestrahlung noch die Zufuhr von Vitamin D über die Ernährung aus, wird die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten empfohlen.

Auch ein Kalziummangel sollte behoben werden

Auch Kalzium muss in ausreichender Menge vorhanden sein, um einer Osteoporose bzw. den damit verbundenen Knochen- und Wirbelkörperbrüchen vorzubeugen. Dabei sehen Experten eine tägliche Zufuhr von 1.000 mg als genügend an. Mehr als 1.500 mg Kalzium pro Tag gelten sogar als bedenklich, da besonders Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion eventuell einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesetzt sind. Kalziumreiche Nahrungsmittel sind vor allem Milch und Milchprodukte. Schon zwei Scheiben Käse und ein Glas Milch täglich können Experten zufolge ausreichen. Nur wenn es nicht möglich ist, genügend Kalzium über die Nahrung aufzunehmen, wird die Einnahme spezieller Kalziumpräparate empfohlen.

Autor: Kathrin Sommer
Veröffentlicht am: 20. Dezember 2010
Letzte Aktualisierung: 23. März 2012
Quellen: Empfehlungen des Dachverbandes Osteologie (DVO): Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei Erwachsenen S3-Leitlinie. Stand: 10/2009. In: Osteologie 18, 2009, S. 304-328 Scharla, S.: Stellenwert von nativem und biologisch aktivem Vitamin D bei der Prävention und Therapie der Osteoporose. In: Zeitschrift für Rheumatologie 65(5), (2006), S. 391-399 Braun, J; Pfeilschifter, J.: Leitliniengerechte Diagnostik und Therapie der Osteoporose 2010. In: Zeitschrift für Rheumatologie 69(4), (2010), S. 327-339

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