Disbalance Progesteronmangel oder Östrogenmangel

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

21.02.2018 | 10:39 Uhr

Guten Morgen,

ich habe aufgrund starker Hitzewallungen im Sommer 2016 begonnen, Gynokadin Gel zu nutzen. Damit bin ich gut klargekommen. Im September 2017 hatte ich meine dritte Knie-OP, also Arthroskopie. Aufgrund starker Schmerzen war ich ziemlich lahmgelegt und bekam eine Muskelvenenthrombose in der gleichen Wade. Gynokadin Gel musste ich sofort absetzen. Ich bekam Xarelto und Kompressionsstrümpfe. In den 3 Monaten hatte ich erstaunlich regelmäßig alle 28 Tage meine Periode, jedoch unbeschreiblich stark, wahrscheinlich wegen Xarelto. In der Zeit hatte ich keine Hitzewallungen. Sie begannen wieder nach 3 Monaten in der 2. Zyklushälfte und danach kam gar keine Periode mehr. 2 Wochen später (Anfang Januar) durfte ich Xarelto absetzen und es wurden Blutuntersucheungen gemacht, ob ich Veranlagung oder Neigung zur Blutgerinnung habe. Die Tests fielen sehr gut aus, keine Veranlagung, aber trotzdem dürfte ich formal keine Hormone mehr bekommen. Da mein Leidensdruck sehr groß ist und ich überhaupt nicht mehr schlafen konnte und die ganze Nacht extreme Schweißausbrüche habe und auch tagsüber sehr viele, habe ich unterschrieben, auf eigene Verantwortung wieder Gynokadin Gel zu benutzen. Vor dem Beginn habe ich einen Hormonstatus machen lassen. Meine Gynäkologin sagt ich habe ganz klar Östrogenmangel wegen Wechseljahren. Ich nehme morgens und abends einen Hub Gynokadin und abends eine Kapsel Utrogest vaginal, da ich Einnahme nicht vertrage.

Eine andere Ärztin, die ich aufgrund des Hormonstatus befragt habe, sagte mir, ich hätte lediglich eine Disbalance mit zu wenig Progesteron und diese Ärztin verschrieb mir Progestogel, das ich in ganz geringer Dosis(1/2) auftagen soll.

Jetzt stelle ich mir natürlich die Frage, was ich tun soll. Meine Periode ist seit dem 6. 12. gar nicht mehr gekommen und die Gebärmutterschleimhaut laut Ultraschall ganz flach. Hier sind meine Werte:

fT3: 2,63  fT4: 1,1  TSH: 1,27

Androstendion: 3,08  DHEA-S: 93,1  freies Östriol: <0,07  FSH: 110  LH: 47,23

Östradiol:22,81  PRL: 8,13  Progesteron: 0,39ng/ml

Parathormon: 33  SHBG: 47,8  Testosteron: 45  TG: <6,4  TPO: <,08

Über einen Rat Ihrer Seite würde ich mich sehr freuen. Ich habe mich heute ganz neu hier angemeldet.

Mit freundlichen Grüßen

Ginger Rosso.

 

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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22.02.2018, 04:30 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Ihre Eierstöcke scheinen tats. weitgehend erloschen zu sein! Alter?

2 Hübe scheinen mir zu hoch zu sein! 1 Hub vor dem Schlafengehen und 1 Kaps. Prog zum Abendbrot sollten ausreichend sein. Diese Art der Therapie hat die geringsten NW, d.h. Thrombosen; dennoch etwas erhöht. - Auch wenn umstritten, zumindest jeden 3. Tag zum Abendbrot 100 mg ASS. 

Gewicht? Blutfette, Blutdruck?!

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22.02.2018, 12:21 Uhr
Antwort

Oh, sorry, das habe ich vergessen: 47 Jahre, 167 cm, 68 kg, 3 Kinder.

HbA1c: 40,0

Triglyceride: 161

Cholesterin: 243

LDL: 173

Alle anderen Blutwerte liegen im Normbereich.

Mein Blutdruck liegt bei 110:70, manchmal niedriger.

Die hohe Cholesterinwerte verstehe ich nicht, esse kaum Fleisch und wenn überhaupt, dann ganz mager. Ansonsten keine tierischen Fette. Mein Zucker ist vielleicht etwas erhöht, weil ich so gerne Kohlenhydrate esse. Danke schonmal für den Tip mit ASS. Habe gestern schon nur noch einen Hub Gynokadin Gel am Abend genommen und die Kapsel Utrogest. Zusätzlich nehmje ich um schlafen zu können Hoggar night.

Vielen Dank für Ihre Antwort

Experte-Bohnet
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23.02.2018, 05:01 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Es gibt auch eine "erbliche" Erhöhung des Chol! Na, das wissen Sie ja, Zucker ist Gift! Sport verlängert die Lebenserwartung!

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25.02.2018, 14:25 Uhr
Antwort

Sport ist meine große Leidenschaft. Das Problem dabei sind meine Gelenke, die seit 6 Jahren starke Probleme machen. Vorher hatte ich überhaupt keine Gelenkschmerzen. Seit 6 Jahren ständig Meniskus-OPs, Tennisarm, Schulterschmerzen, starker Verschleiß. Ich habe mich mehrfach komplett checken lassen und es gibt keinerlei Begründung für das alles. Rheuma und ganz viele andere Krankheiten sind ausgeschlossen worden. Kann es sein, dass die Ursache auch hierfür in den Hormonen liegt? Zuwenig Gelenkschmiere? Ich habe auch seit Jahren trockene Augen und vor 8 Jahren begann es bei mir mit Panikatacken und Schlaflosigkeit. Vielleicht war ich ja schon damals in den Wechseljahren? Naja, das wird man rückwirkend nie wissen.

Falls meine Gelenkprobleme hormonbedingt sind:

Was kann ich dagegen tun? Was halten Sie von Bromelain? Dürfte ich das überhaupt nehmen wegen meiner zurückliegenden Thrombose? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

Mit dem einen Hub Gynokadin abends komme ich übrigens mittlerweile sehr gut zurecht.

Mit freundlichen Grüßen

Ginger Rosso