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Endometriose & Wechseljahre - Pille und/oder Hormonersatz

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

19.02.2015 | 15:16 Uhr

Hallo,

ich bin 36 und gerade an einem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr weiter weiß und leider von meiner Gyn im Stich gelassen werde.

Zur Vorgeschichte (detaiilierter im Profil): Seit über 20 Jahren habe ich eine immer wiederkehrende Endometriose unterschiedlich starker Ausprägung. Anfang 2013 wurde mir im Rahmen einer KiWu-Behandlung eröffnet, dass ich in den Wechseljahren binwas durch ein weiteres Hormonprofil bestätigt wurde. Obwohl ich zwischenzeitlich übel unter Wechseljahresbeschwerden litt, sieht meine Gyn keinen Handlungsbedarf, weil ich noch so jung sei ("Das kann ja noch garnicht sein...")

Seit geraumer Zeit kämpfe ich zyklusabhängig mit schlimmen Unterbauchschmerzen. Verdacht: Endo in der Kaiserschnittnarbe. Ein Arzt, den ich zur Zweitmeinung heranzog (meine Gyn wollte die Schmerzen nicht untersuchen), möchte, dass ich wieder die Pille (Cerazette) nehme oder mir eine Spirale legen lasse. Letzteres ist für mich - aus Erfahrung - keine Option mehr (ich bitte, das zu respektieren ;))

Nun fühle ich mich stark verunsichert. Wenn ich nun die Pille durchnehme, bekomme ich überhaupt nicht mit, wenn der Zyklus komplett aussetzt. Ich mache mir Sorgen wegen einer drohenden Osteoporose (nehme seit Jahren Cortison, habe auch wegen der Endo bereits eine Hormonbehandlung hinter mir). Woran merke ich, wann der Hormonersatz erfolgen sollte? Ab wann setzt der Verlust der Knochenmasse ein? Macht in diesem Zusammenhang die Pille überhaupt Sinn?

Irgendetwas muss ich machen, die Schmerzen sind zu schlimm. Ich habe einen Termin in einem Endo-Zentrum gemacht, in dem vor zwei Jahren schon einmal über das Thema Total-OP gesprochen wurde. Wäre dieser Weg mit darauf folgender Hormonersatztherapie vielleicht nicht der sinnvollere?

Bitte entschuldigen sie den langen Text :) Aber hier ist kein Gyn imstande, die Themen Wechseljahre / Endometriose im Kontext zu sehen, geschweige denn zu behandeln :(

Mit freundlichen Grüßen

dlo78

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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20.02.2015, 07:33 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Das tut mir leid, dass so viel durchmachen mussten. Mit Recht machen Sie sich Sorgen!

Ich würde Ihnen tats. raten eine niedrig dosierte, Gestagen betonte Kombinationspille durchgehend  (zum Abendbrot) ein zu nehmen. Es ist egal, welches Estrogen Sie nehmen, um der Osteoporose entgegen zu wirken. Aber Sie sollten mindesten 2000 E Vit D pro Tag einnehmen und den Spiegel messen lassen. Auch sollte bereits die Knochendichte gemessen werden, damit man sieht, wie die "Ausgangslage" ist.

Üblicherweise kann man sehen, ob die Endometriose zur Ruhe kommt, z.B. Marker-Best. Ca 12-5. In den WJ verschlechtert sie sich ohnehin meist nicht, sondern verliert an Aktivität.

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20.02.2015, 09:07 Uhr
Kommentar

Guten Morgen Herr Prof. Dr. Bohnet,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort. Sie haben mir wirklich weiter geholfen.

Mein Vit. D-Spiegel ist glücklicherweise i.O. Die Vigantoletten werde ich aber wieder in den Plan aufnehmen.

Die Knochendichtemessung werde ich bei meinem nächsten Kontrolltermin ansprechen, die Praxis bietet auch Knochendichtemessungen an.

Ihre Aussage zu den Hormonen nehme ich mit ins Endometriosezentrum, in der Hoffnung, dass man die Gesmatproblematik dort versteht.

Vielen Dank nochmal!

Mit freundlichen Grüßen

dlo78

Experte-Bohnet
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21.02.2015, 22:53 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Danke für Ihre netten Worte! Da bin ich aber gespannt, was man Ihnen da dann sagt! Melden Sie sich ggf. gerne wieder!