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dosierung gynokadin

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

18.01.2016 | 09:35 Uhr

Sehr geehrter Prof. Bohnet,

voer einem Jahr hatten Sie mir aufgrund heftigster Wechseljahresbeschwerden (ich konnte nicht mehr arbeiten, FSH 116, LH 68, Östrogen unter 5) zu einem Hub Gynokadin und 2 Kapseln Utrogest vaginal geraten.

Nun nach einem Jahr muss ich feststellen, dass ich immer noch erheblich leide. Ich arbeite zwar wieder mehr schlecht als recht, schwitze aber morgens immer noch fürchterlich, habe immer wieder Blutungen von Schmierblutungen bis normale Regelblutungen, habe Schwindel, Konzentrationsstörungen, Ängste,schlimme Stimmumgsschwankungen bis zu Depressionen...

Besser geworden sind die heftigen, häufigen Migräneanfälle und der Schlaf.

Nun bin ich seit einiger Zeit bei amedes in HH in Behandlung. Die Endokrinologin dort hat die Therapie so fortgeführt, jetzt habe ich zusätzlich unglaublich trockene Schleimhäute überall (bis hin zu kaputter Mundschleimhaut und Haaren wie Stroh...).

Sie hat mir jetzt geraten, das Gynokadin auf 2-3 Hübe zu erhöhen (im Beipackzettel ist eine Dosierung bis zu 4 Hüben bei starken Beschwerden, die ich zweifellos habe, angegeben. Außerdem meinte sie, dass es besser wäre, das Utrogest zu schlucken, da nachgewiesenermaßen der Schutz für die Gebärmutterschleimhau besser und sicherer ist. Ich habe es ausprobiert und habe das Gefühl, dass ich dann noch viel müder bin, als sowieso schon... :(

Die Schleimhaut ist bei den Kontrollen immer ganz flach - trotzdem fange ich immer wieder an, zu bluten (?).

Das FSH / LH ist unter der Therapie ganz runtergegangen, aber es geht mir nicht wirklich stabil besser. Wie ist das zu erklären und was sagen Sie zu den Vorschlägen der Endokrinologin?

Hier noch die letzten Werte vom Dezember:

Estradiol: 53,2 pg / ml

FSH 0,9 mIE/ml

DHEAs: 459,55 (unter 20 mg Zufuhr pro Tag)

TSH 0,96

Vitamin D war im Sommer bei 80 - ich nehme über den Winter 2000 iE pro Tag

Alter 49, 173 cm, 70 kg

viel Sport (walken, schwimmen, Yoga, moderates Krafttraining)

1-2 l grüner Tee pro Tag.

Bin am Verzweifeln, weil nichts so recht greift und meine Lebensqualität bei null angekommen ist...

 

Noch eine Frage:

Natürliches Progesteron soll ein gutes Antidepressivum sein, trotzdem steht im Beipackzettel von Utrogest, dass es Depressionen auslösen kann (das verunsichert mich sehr, was stimmt denn nun?)

Vielen Dank für Ihre Mühe und freundliche Grüße von

Carli

 

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18.01.2016, 09:44 Uhr
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ach so, noch etwas:

Seit Beginn der Wechseljahre habe ich eine frozen shoulder ohne sichtbaren Befund und  immer wieder Gelenkschmerzen vor allem in den kleinen Fingergelenken und in den Füßen (hatte ich auch monatelang nach den Schwangerschaften). Ist auch das durch den Östrogenabfall zu erklären?? denn auch das schwankt von kaum vorhanden bis laufen und bewegen wie meine 86-jährige Mutter...

Experte-Bohnet
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19.01.2016, 07:18 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Hallo Carli, das tut mir leid, dass es Ihnen wieder schlechter geht! Man schon hinterfragen, warum die Therapie anscheinend nicht mehr so anschlägt wie zuvor!

Die Gel-Dosis ins "unendliche" zu steigern, halte ich nicht für sinnvoll! auch stimmt es nicht, dass Prog eingenommen besser auf die GBM-SH wirkt!  Die GBM-Sh ist ja flach, vielleicht zu flach, d.h. möglicherweise brauchen Sie weniger Prog. Wenn man die Prog-Kaps z.B. zum Abendbrot einnimmt, dann machen sie innerhalb von 1-2 Std. müde. Man könnte die Kaps. auch vor dem Schlafengehen mit einem MIlchprodukt einnehmen, da die Hormone fettlöslich sind.

Nachdem sogar das FSH supprimiert ist und ein ordentlicher Östrogenwert erzielt wurde, fürchte ich, dass die Beschwerden nicht von einer unzureichenden WJ-Therapie kommen, zumal auch die SD normal arbeitet! Haben Sie denn (zunehmende) Belastungen?! Gibt es in der Fam. Depressionen?!

Experte-Bohnet
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19.01.2016, 07:46 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Wie die Hormonwerte belegen, sind Sie doch gut mit Ö versorgt. Mir ist nicht bekannt, dass ne frozen sh. damit etwas zu tun hat! Selbst mit gezielter Physotherapie kann die Bewegung verbessert werden!