Erfahrung mit Ariora

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Forum Hormontherapie

04.08.2018 | 15:19 Uhr

Hallo,

mein FA hat mir die Ariora verordnet.

Ich wollte gerne in die Runde fragen, ob es Nutzerinnen gibt, die mir von Ihren Erfahrungen berichten mögen. 

LG

Omabavaria 

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04.08.2018, 21:11 Uhr
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Liebe Omabavaria,

lies bitte meinen Beitrag unten vom 18.7.

Offensichtlich hat er dich nicht erreicht?

LG Anna

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08.08.2018, 12:27 Uhr
Antwort

Liebe Omabavaria,

da hast du ja ziemliche Probleme. Also, du nimmst SD-Hormone (Wieviel im Moment?). Nimmst du Prothyrid?

Nun zu deinen Fragen:

- Der IPTH-Wert ist stark erniedrigt. Das deutet auf eine Störung des Calcium-Phosphat-Haushaltes hin. Phosphat wird in der Nebenschilddrüse gebildet. Leider sind Calcium und Phosphat in deiner Auflistung nicht bestimmt worden. Aber hier stimmt definitiv etwas nicht. Hattest du eine Schilddrüsen-OP oder ist bei dir eine entzündliche Schilddrüsenerkrankung festgestellt worden? Das solltest du auf jeden Fall weiter untersuchen lassen, da es auf andere Probleme hinweisen kann.

- Deine geposteten Werte, was die Geschlechtshormone anbetrifft, lassen Schwankungen, wie sie typisch in den Wechseljahren sind, erkennen. Wenn es dir nicht gut geht dabei, kannst du sie auch erst einmal aussetzen. Oder du versuchst anstatt der Ariora  dir das Original, das heißt Lafamme, verschreiben zu lassen. Ist zwar kein großer Unterschied, aber manchmal machen auch die Zusatzstoffe Probleme. Die Präparate haben einen niedrigen Östradiol-Gehalt (0,76 mg).

Vielleicht würde dir aber auch ein ganz anderes Präparat, ein sog. Sequenzpräparat, besser bekommen. Es gibt da viele Möglichkeiten. Ich würde an deiner Stelle noch mal beim Gyn vorstellig werden. Dir soll es ja durch die HT besser gehen und nicht schlechter.

Allerdings dauert es drei Monate bis zu einem Jahr bis sich die Hormonsituation umgestellt hat. Brustschmerzen, aufgrund des höheren Ö-Angebotes im Blut, sind oft Begleiterscheinungen und können mit der Zeit wieder zurückgehen, ebenso Schwindel (siehe Beipackzettel.). Halbe Tabletten zu nehmen ist allerdings keine Option. Es wird ja nicht nur das Ö reduziert, sondern auch das Gestagen. So kann keine stabile Hormonlage entstehen. Bei längerer Einnahmezeit wird die Blutung ausbleiben und du kannst das Präparat durchgehend nehmen, so bleiben Schwankungen aus und es entsteht eine gleichbleibende Hormonlage. Bei mir ging das damals sehr schnell und ich war in kürzester Zeit blutungsfrei - war einfach toll.

Was deinen Endokrinologen angeht, kann ich dir nur raten, ihn zu wechseln schon im Hinblick auf Schilddrüse. Hat er Antikörper bestimmt und eine Sonografie gemacht? Der Rat, die SD-Hormone abzusetzen ist wirklich unterirdisch, wie ich dir schon schrieb. Außerdem müssen die Probleme mit dem Parathormon abgeklärt werden.

Desweiteren wäre es sinnvoll vom Endokrologen mal nach den Nebennieren zu schauen.

Liebe Omabavaria, melde dich ruhig wieder, wenn du noch Fragen hast.

LG und gute Besserung

Anna

 

 

 

 

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08.08.2018, 14:52 Uhr
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Liebe Anna,

Erst mal vielen Dank!

Ja, zu diesem Endo werde ich wohl nicht nochmal gehen.

Ich hatte ja meine SDwerte von 5 und 20 % damals auf beide Werte 30 % steigern können, die Panikattacken hörten auf, und er meint nur, das hätte nichts zu sagen, das wäre eine andere Baustelle und meine SD wäre wunderbar, zw 6 und 7 ml und euthyreot.

Schön, dass er das auch dem HA geschrieben hat.....%)

Naja, ich sag bloß Marmorboden in der Praxis, aber die Untersuchungsbank nur mit 2,5 cm Polsterung....

Wie viel ich momentan einnehme ist exakt nicht zu sagen.

Durch den 3 tägigen Kortisonstoß kam ich mit 50 t4 und 5 t3 gar nicht mehr zurecht,  schön kurz nach der Einnahme drehte mein Turbo hoch....

Jetzt nehme ich 50 t4 und bröckel mir einen Brösel vom Novothyral ab, ich müsste so bei 55 t4 und 1 t3 sein.

Gerade ist wieder so eine Gewitterstimmung und dann habe ich immer soviel Brain fog und Druck im Kopf.

Lt Neurologin könnte das evtl auch Schwindelmigräne sein und ich soll ein Neurolepticum einnehmen, aber ich hatte nie im Leben zuvor Migräne! Und die Medis sind auch nicht ohne.

Deswegen denke ich, das liegt an was anderem.

Ich weiß doch, dass ich nicht bescheuert bin.

Ich war immer sportlich, vernünftig ernährt etc, aber seit 2 Jahren werde ich auf Angsstörung und Depression abgestempelt, ich habe schon 7 Monate stationär hinter mir...nichts ändert sich an der Erschöpfung und dem Schwindel .

Wenn nur diese Benommenheit nicht wäre, ich bin dann fast orientierungslos,  als ob jemand in den Kopf gesch....... hätte.

So,jetzt ist aber erst mal gut.

LG

Omabavaria 

 

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08.08.2018, 15:27 Uhr
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Oh, mein Gott - das kann ja wohl nicht wahr sein! 

Eine normale SD hat ca. 18 ml. Und da sollst du mit so einem kleinen Ding ohne SD-Hormone auskommen? *kopfschüttel*

Verstehe ich das richtig - Du nimmst 50yg LT und bröckelst von dem Novo noch was dazu?

Warum hast du Corti bekommen?

Übrigens bin ich der Auffassung, wie ich schon schrieb, dass deine Nebennieren unbedingt gecheckt werden sollten. Dieser Schwindel und die Schwäche könnten Symptome einer Nebennierenschwäche sein.

Also, ein ordentlicher Endo muss schnellstens her...

Liebe Grüsse 

Anna

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08.08.2018, 16:17 Uhr
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Oh Mann, 

überall ist Aufnahmestopp und der Arzt, bei dem ich war, ist Kooperationspartner vom Klinikum....

Meinst Du, die Wetterfühligkeit könnte auch mit der SD zu tun haben?

Ich zahle ja schon privat Eiseninfusionen,  aber wirklich viel änderte sich noch nicht.

Ob ich einfach mal erhöhe auf 62,5 T4?

Ich kann leider nicht schon wieder die freien Werte bestimmen lassen, geldmäßig wird es eng.

Viele liebe Grüße! 

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08.08.2018, 16:29 Uhr
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Wieso musst du das bezahlen? Was ist da bei euch los? 

Ich muss noch mal fragen, was mit deiner Schildi los ist und was war mit dem Corti? Wirkt alles miteinander.

Nach den letzten Werten zu urteilen, würde ich nicht steigern. Ich tippte ja eher auf Nebennieren.

LG Anna

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08.08.2018, 19:05 Uhr
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2007 wurde nach 2 Fehlgeburten eine latente SDU disgnostoziert und Gelbkörperschwäche. ich solle lthyroxin nehmen und den TSH unter 1 senken und in der SS Kortison und ASS wg des Antiphosphorlipidsyndrom sowie Progesteron nehmen.

Bekam ein Kind, danach wieder Fehlgeburt, hatte wieder mit der Humangenetikerin telefoniert und die meinte, 50 er nehmen.

Einen Endo habe ich nie gesehen, der HA sagte immer nur alles o.k., und zurück auf 25.

Vor knapp 3 Jahren zunehmende Erschöpfung und Schwindelattacke, seitdem Dauerbenommeheit. 

X Ärzte aufgesucht, immer hieß es Psyche, irgendwann hieß es beidseitiger Vestibulsrisausfall.

Mein Ferritin war da schon bei 7, da hieß es nur, ich solle mich nicht so anstellen, es gäbe Frauen, die hätten weniger und kämen klar und solange der hb in der Norm sei.....

Dann hatte ich eine heftige Schwindelattacke , ich denke, es war eine PA weil ich körperlich nicht mehr konnte, kam ins KH und bekam Infusion mit MCP und ASS 1000.

Zuhause hatte ich dann PAs .

Nächster Tag dasselbe Spiel,  dieselbe Medikation, schon während der Infusionen wurde ich sooo unruhig, als ob ich Hospitalismus hätte.

Seit dem vermute ich eine Histaminintolleranz..

Mir wurde dann ein HNO, der als Schwindelexperte gilt, empfohlen.

Der testete das Blut auf Viren, fand 50 fach über den Grenzwert erhöhte Varizellen und ich bekam 3 Tage Kortisoninfusionen und Aciclovir.Er machte mir furchtbare Angst, sprach von Viren am Hirnstamm und partieller Meningitis.

Ab dieser Medikation PA s ohne Ende, Schmerzen, derealisation, depersonalisation, Atmung setzte aus.

Kam in die Medizin. Hochschule, wurde als Simulant dargestellt, die 3.e Lumbalpunktion klappte endlich,  keine Viren nachgewiesen, ich nach 7 Tagen völlig traumatisiert entlassen.

Dann folgten Psychiatrie und Psychosomatik, es wurde immer schlimmer dort, habe mich selbst entlassen und versuche seitdem einen Weg für mich zu finden.

Der letzte Versuch war in Essen, wo ich die Diagnose vestibuläre Migräne bekam plus Kortisonstoß .

Ich berichtete der Neurologin zwar von meinen schlechten Erfahrungen, aber es hieß, nein, total sicher, andere bekommen deutlich mehr .....

Ich hatte immer SD und Sexualhormone im Verdacht, auch die NN, aber selbst der Endo hat mich ja als psychisch abgefertigt.

Soweit die absolute Kurzfassung, ich habe auf der Suche nach der Ursache viel viel Geld ausgegeben, Therapie gemacht, Ärzte aufgesucht....

Ich will einfach wieder normal leben und nicht ständig ein Antidepressivum nach dem anderen vorgeschlagen bekommen. 

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08.08.2018, 19:58 Uhr
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Oh, man, das tut mir so leid für dich. Welch schreckliche Geschichte.

Ja, durch die Schwangerschaft wurde die SD-Unterfunktion sichtbar. Da hätte man gleich gescheit diagnostizieren und Einstellen müssen. 

Du solltest jetzt Schritt für Schritt vorgehen. Guck mal ins INet, ob du in erreichbarer Nähe ein Endokrinologikum findest. (Ich komm aus Berlin. Bei uns gibt es zwei.) In der Zwischenzeit schaust du mal, ob du einen Nuklearmediziner, findest, der deine SD vernünftig untersucht. Sag ihm das auch mit dem Parathormon, was ich dir geschrieben habe. Solche Abteilungen gibt es auch in Kliniken, die auch ambulant behandeln.

Es kann gut sein, dass deine NN durch die Corti-Stösse noch mehr aus dem Gleichgewicht gebracht wurde und nun versucht, den Mangel auszugleichen, es aber nicht schafft. Cortisol, ACTH usw. müssen hier geprüft werden.

SD und Nebennierenfunktion bedingen sich gegenseitig. Und ohne eine vernünftig eingestellte SD funktionieren auch die Geschlechtshormone nicht. Wobei deine letzten SD-Werte gut aussahen. Allerdings müsste mal geklärt werden, warum die SD so klein ist. Bist du so geboren worden oder ist sie durch eine Entzündung kleiner geworden, worauf dieser niedrige Wert, von dem ich schrieb, hinweisen könnte.

Wenn du das Gefühl hast, dass es dir mit der HT schlechter geht, dann kannst du sie, bis zur Klärung der anderen Baustellen aussetzen und später evtl. mal wieder in Angriff nehmen. Ich schrieb dir dazu schon.

Ich drück dir die Daumen, dass du doch noch einen guten Endo findest.

Lass dich nicht auf die Psychoschiene schieben. Da gehörst du m.M. nach tatsächlich nicht hin. ADs machen auch müde und schwindlig.

Fühl dich mal gedrückt.

LG Anna

 

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09.08.2018, 12:13 Uhr
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Danke für Deine lieben Worte. 

Ich nehme auch keine ADs, vor 2 Jahren habe ich für 12 Wochen Mirtazapin ganz niedrig dosiert genommen, um schlafen zu können (7.5 mg)

Habe Glück gehabt und im KH schon in 3 Wochen einen Termin in der Endo bekommen.Wenigstens etwas positives, denn momentan bin ich nur noch am Heulen und stehe kurz vor Panikattacken. 

Bin kaum vor die Tür gekommen, musste ich aber, weil ich Termin beim Gyn hatte.

Der war genervt, warum ich nicht eine ganze Tablette nehme, sie ist niedrig dosiert....

Ja aber in 14 Tagen ist die Brust trotz angeblich nicht wirksamer Dosierung so was  von gewachsen.

Die würde ich schon gerne haben, keine Frage, statt halbvolles A ein mehr als gut gefülltes B, aber den Rest.....

Er hat mit jetzt was pflanzliches mitgegeben mit Ananas, Biotin,Vit D , Selen.

Werde ich gerne versuchen, aber trotzdem auch die Ariora so wie in der Anfangsphase, damit merkte ich ja Verbesserungen.

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09.08.2018, 13:26 Uhr
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Das freut mich für dich. Bereite dich auf den Termin gut vor. Schreib dir deine Fragen auf und nimm die Unterlagen mit. Mir verschlägt es ab und zu die Sprache beim Doc.

Die WJ-Pillen sind wirklich niedrig dosiert und wie ich schon schrieb, gehen die Symptome vorbei. 

Wie heisst das pflanzliche Zeug? 

Dann viel Erfolg beim Endo.

LG