Östrogen und Progesteron in den WJ, ohne Gebärmutter?

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Forum Hormontherapie

10.02.2017 | 06:16 Uhr

Die Frage auf die es hinausläuft ist, ist das Progesteron unnötig?

ich bin 50, wiege 65 kg, ernähre mich gesund, und habe keine Laster zwecks Ernährung, trinken, rauchen, drogen ect.. bin chronisch muskelkrank, daher berentet GDB 90, B aG, und habe 2 erwachsene Kinder, führe eine glückliche Ehe und lebe seit 17 Jahren ebenfalls sehr glücklich ohne meine Gebärmutter, da ich diese damals wg. viel zu starker und zu langer Blutungen einfach endlich nur noch los werden wollte! Von den Wechseljahren hab ich nichts mitbekommen und hatte auch nie einen Gedanken dran verschwendet, bis im Mai 2016 dann leider schlagertig stärkste Hitzewallungen einsetzten, die mich seither bis an den Rand der Verzweiflung treiben, da ich seitdem kein für mich normales Leben mehr führen kann. Ich habe daher jegliche soziale Aktivitäten einstellen müssen, weil ich dazu einfach nicht mehr in der Lage bin,... dieses schwitzen beeinträchtigt mich einfach viel zu stark! Bei einer einzigen Feier war ich seit Beginn der Hitzewallungen dabei, benötigte aber in nur 4 Stunden 4x Wechselkleidung und bin dazwischen aber auch noch jeweils 1-2 mal rausgegangen um mich erst mal wieder trockenzulegen, abzuschwitzen und den daraufhin folgenden Schüttelfrost abzuwarten... ! Ein Graus! ... Nur bei einer einzigen Motorradtour versuchte ich in der vergangenen Saison als Sozia mitzufahren, was ich dann nach nur 1,5 km bei der ersten Hitzewallung abbrechen musste! 

Trotz je 2 monatiger Einnahme von remifemin und femiloges und isoflavone treten diese Hitzewallungen im Schnitt 3x pro Std. auf, ... ich bin jedesmal am ganzen Körper klatschnass, stecke wie frisch geduscht und nicht abgetrocknet in der Kleidung... auch auf den Handrücken und Unterarmen stehen dicht an dicht viele kleine Schweissperlen, diese sind wirklich sehr deutlich sichtbar, so,daß ich sie trockenreiben muß!! ... und vor allem am Oberkörper spüre ich  binnen 30 sec. nachdem jmd das Thermostat in meinem Inneren auf "Full" gestellt hat, die Schweißtropfen nur noch so runter kullern... es rinnt so stark an mir herunter,... vergleichen kann ich es damit, daß der Effekt genau der gleiche ist, wenn ich bereits 10 min in einer  90 Grad Sauna vorgeschwitzt hätte!!! 

Genauso stark läuft mir der Schweiss dann auh im kompletten Gesicht und Nacken herunter. ...Kaum lässt es nach, bekomme ich, obwohl ich mich ja abgetupft habe und mich dazu auch sehr oft zwischendurch mal umziehe, immer direkt nach dem Schwitzen, einen ganz ganz üblen Schüttelfrost.

Schlafen kann ich seitdem nachts gar nicht mehr, ausser die ersten 2 Std. der Nacht, danach ist es rum und ich liege wach, schwitze friere,... decke mich ab, und wieder zu, 30 mal in nur einer Nacht... wechsle ständig die Shirts wenn sie zu nass sind, und friere in den Zeiten zwischen den Hitzewallungen dann trotz meines auf 31Grad beheizten Wasserbetts so stark, als wenn ich beim gekipptem Fenster bei auf nur 15-17 Grad runtergekühlem Schlafzimmer mit dünner Decke schlafen müsste!! Obwohl ich so kuschelig warm eingepackt bin und komplett bis zum Hals zugedeckt bin, habe ich eiskalte Ohren, Nase.  ... und auch die Hand ist eiskalt, wenn ich diese mal nicht mit unter der Decke habe, da ich, weil ich schon nicht schoafen kann, dann eben e-Book lese und den Finger zum Blättern benötige!! Meinen minimal notwendigen Schlaf der sich nachts nicht einstellen will, hole ich mir dann eben vormittags, und zwar regelmässig über einen bleiernen absolut ungesunden Erschöpfungsschlaf....

 

Ich leide sehr unter dem Schwitzen und dem nicht mehr schlafen konnen wollte mir daher eigentlich Hormone aufschreiben lassen, (obwohl ich mir geschworen hatte, niemals im Leben solche Hormone zu nehmen, denn ich habe es ja auch bisher zeitlebens ohne hormonelle Fakes geschafft!). Die verschiedenen Traubensilberkerzenextrakt-Produkte habe ich auch längerfristig über Monate hinweg genommen, jedoch bewirkten sie leider nichts - auch als ich sie nach 4 Monaten dann ganz apruppt absetzte, merkte ich in den Tagen und Wochen danach leider keinerlei Veränderung!

Daraufhinwar ich beim Frauenarzt, der mir Östradiol aufschrieb, dieses nahm ich dann aber nicht ein, denn da ich seit gut 3 Jahren unter chronischer Blasenentzundung litt, war ich in einer sehr hilfreichen Facebook-Gruppe, in der ich nun leider nicht mehr bin, da die Admin mich geloscht hatte. Eine Dame die dort immer alle medizinisch äußerst fachmännisch beriet, wies mich mehrfach drauf hin, darauf zu achten, dass ich obwohl ich keine Gebärmutter mehr habe, Progesteron nehmen solle (bioidentisch).
 
Sie sagte damals: Östradiol allein als Monotherapie erhöht das Brustkrebsrisiko um ein Vielfaches. Hat er das auch erklärt?
Wie alt sind diese Werte? Um es vorsichtig zu sagen, sind sie in einigen Teilen grottenschlecht. Vor allem brauchst Du Progesteron, kein Östradiol!!! Mann, Mann! Was für Ärzte?.... Die Begründung war sicher, weil keine Gebärmutter ??? Aber was ist mit den Eierstöcken und der Brust? Die können keinen Krebs bekommen??? Es sterben viele Frauen an beiden Krebsformen. Und hervorgerufen wird er durch Östradiol und Östron, von zu hohen Spiegeln. Ich würde kein Gynokadin nehmen, sondern Progesteron fordern.

.... Sie zeigte mir damals wissenschaftliche Artikel dass Brustkrebs verhindert hätte werden können, wenn man den Frauen nicht einfach nur Östrogen verschrieben hätte... hmmm.. ich drücke das jetzt sicher falsch aus, ... doch im Grunde genommen hieß es daß es mit der gleichzeitigen Einnahme von Progesteron sich krebsmindernd auswirken würde ...  Frauen die Östrogene nehmen würden ja generell prozentual gesehrn öfter von Krebs betroffen sein, als die, die keine Hormone nehmen, ,... und der Prozentsatz der Krebserkrankungen unter der gleichzeitigen Gabe von Progesteron sein nicht ganz so hoch, ... so oder so ähnlich hatte sie das mir gegenüber ausgedrückt.

Sie sagte, die Ärzte würden aufgrund überalteter Studien beraten, dies seien alles "hausgemachte Krebserkrankungen"... und ich hätte ja nicht nur keine Gebärmutter und Muttermund mehr, sondern ich hätte doch weiterhin noch Eierstöcke, die dahingehend trotzdem ein Risiko hätten, und deren Erkrankung eben nicht durch die unter Hormoneinnahme häufiger bzw. intensiver betriebener Krebsvorsorgeuntersuchungen abgedeckt seien.

 

Die L-Thyroxin 50 Tabl. welche ich seit 20 Jahren nahm habe ich seit Beginn der Hitzewallungen ganz  weggelassen, denn der HA meinte, das könne auch Schwitzen verursachen, ... hab ich es aber auch schon früher schon immer mal jahrelang gar nicht eingenommen, da ich da keinen Unterschied spürte. ob ich es nun nahm oder nicht.

Transdermale Magnesiumchloridbäder mache ich seit über 1 Jahr, 250H-Vitamin D ist mit 25,6ng/ml- (30,0-100,00) zu niedrig, dies supplementiere ich seit 2 Wochen mit 20.000IE/tägl mit 200mg K1,am März ist dann 10.000 Erhaltungsdosis geplant.

 

Seit 1992 besteht ein Gendefekt, eine Muskelerkrankung die Mytonoe und recht starke chronische Schmerzen verursacht, daher klebe ich seit ca. 2002 100µg Fentaylpflaster und nehme Morphintropfen für den Notfall. Vor ca. 1 Jahren sagte mein Hausarzt, meine Leberwerte wolle er beobachten, die seien leicht erhöht, der Schmerztherapeut sagte vom Fentanyl käme das nicht, Fentanyl würde nicht über die Leber abgebaut.

 

 

Anfang Juli 2016 waren meine Werte beim Hausarzt wie folgt:

CK gesamt 423 U/l (bis 170), cK-MB 28 U/l (bis 25), % CKMB 6,6 U/l (bis 6), Gamma-GT 95 U/l (bis 40), GOT (ASAT) 35 U/l (bis 35), GGT (ALAT) 45 u/l (bis 35), Cholesterin 256 mg/dl, HDL-Cholesterin 73 mg/dl (>45), LDL-Cholesterin 160 mg/dl (Zielwert <115), Cholesterin 183 mg/dl (sekundäres Therapieziel <130)

Anfang September 2016 beim Endokrinologen hatte ich folgende Werte:

GOT 65,7 U/l+ (0,0-34,90), GPT 79,6 U/l+(0,0-34,9), GGT 143,6 U/l+ (0,0-120), Alk.Phosphatase 136,1 U/l+ (30-120),  LDH 239,00 U/l(208-378), Bilirubin 0,41 mg/dl (0,0-1,19), Cholesterin 302,00 mg/dl+ (0,00-199,00), HDL 64,1 mg/dl+ (50,0-0,00), LDL 179 mg/dl+ (0,00-130,00), Triglyceride 153,00 mg/dl+ (0-150),

Estradiol 27 pg/ml- (30,0-600,0), Progesteron <0,1ng/ml (0,00-40,00), Prolaktin 8,6ng/ml ( 0,10-23,00), Testosteron <0,1 ng/ml- (0,10-0,60), Inhibin_B 4,9ng/l (0-341), 

Leukos 3,3k/µl- (4,00-11,20),MCHC 32,8g/dl- (33,00-36,00), Eosinophile 13,79%+ (0,50-7,00), Neutrop_abs. 1,4µl- (2,2-7,5), Eosinophil_abs. 0,45 k/µl+ (0,04-0,40), Ferritin 22,0 ng/ml (15,0-150,00), FSH 127,59 U/l+ (23,00-116,00), 

 

Wäre es denn für mich wirklich falsch lediglich Urogestan Axicorb 100mg Progesteron einzunehmen?

oder wäre es besser 1x abd. zumdem Progesteron auch noch 1 Hub Gynokadin einzureiben?

... und falls dies wirklich auch von ihnen beides als falsch angesehen wird, bitte ich um eine verständliche Erklärung, denn ich verstehe es einfach überhaupt nicht, wieso ich durch diese, wirklich in allen medizinischen frauenärztlichen Belangen äußerst gut informierte Dame in der FB-Gruppe so sehr darauf hingewiesen wurde, lieber nur Progesteron einzunehmen, auch wenn ich keine Gebärmutter mehr habe? 

Ich bin nun einfach stark verwirrt, denn der Frauenarzt sagte ja genau das Gegenteil, also nur Östrogen zu nehmen... .  Auch der Endokrinologe verordnete lediglich Gynokadin, und erst als ich im nachhinein nochmal bei der telefonischen Blutwertebesprechung  um ein bioidentisches Progesteron bat, wollte er dies erst nicht, meinte dann aber, er such etwas raus, und das Rezept kam dann per Post nach. 

Jetzt weiss ich leider immer noch nicht was tun... 

Wegen den erhöhten Leberwerten und dem Cholesterin hieß es, das sei eine Stoffwechselstörung, genetisch bedingt... und ich solle Atrovastatin einnehmen.

ehrlich gesagt, ich frage mich , wo soll ich das auf einmal,auch  noch herhaben? 

Vor den Wechseljahren hatte ich keine Chronische Blasenentzündung, die trotz AB und sonstigen pflanzlichen Mitteln alle 2-3 Wochen wieder auftrat und auch keine Neurodermitis, die mich jetzt auch auf einmal mit starken Ekzemen plagt. Und vor allem hatte ich  niemals  erhöhte Leberwerte oder einen erhöhten Cholesterinspiegel!!!  

Ich bin wirklich absolut fassungslos und dazu ratlos, denn einen guten ärztlichen Rat habe ich bislang leider vergeblich gewartet. 

 

über einen Rat und ein paar gute Tipps wie ich nun am besten vorgehen sollte um meine Gesundheit , die total entgleisten Blutwerte und auch die üblen Hitzewallungen wieder in den Griff zu bekommen, würde ich mich sehr freuen!! 

Vielen Lieben Dank, eure Claudia

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Bisherige Antworten
Community-Managerin
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15.02.2017, 11:17 Uhr
Antwort von Community-Managerin

Hallo liebe Claudia,

es tut mir leid zu lesen, dass Sie sich aufgrund Ihrer Beschwerden im Moment so eingeschränkt fühlen.

Ich möchte Sie gerne auf unser Forum "Wechseljahre" aufmerksam machen, welches wesentlich aktiver ist als dieses Forum.

Vielleicht möchten Sie auf der Suche nach Austausch Ihren Beitrag dort noch einmal einstellen, denn viele Nutzerinnen dort können Ihre Beschwerden nachvollziehen, bzw. teilen diese mit Ihnen.

Unser Forum "Wechseljahre" finden Sie unter folgendem Link:

http://www.lifeline.de/forum/frauenheilkunde/wechseljahre/

Zudem haben Sie die Möglichkeit sich an unseren Experten Herrn Prof.Dr.Bohnet im Expertenrat "Hormontherapie" zu wenden:

http://www.hormontherapie-wechseljahre.de/expertenrat/

Gerne wird er Ihnen Fragen beantworten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Viele Grüße

Victoria Martini

Lifeline - Community-Managerin