Brustbeschwerden in den Wechseljahren

Schmerzen und Ziehen in den Brüsten - was hilft?

Viele Frauen spüren in den Wechseljahren vermehrt Spannungen und Schmerzen in der Brust. Woran liegt das und vor allem: Was hilft?

Symptome der Wechseljahre-Brustbeschwerden
In den Wechseljahren kann es zu ziehenden Schmerzen in der Brust kommen.
Getty Images/iStockphoto

Rund ein Drittel aller Frauen leidet unter unangenehmen Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Neben den bekannten Symptomen wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen treten häufig auch Brustschmerzen auf.

Die typischen Symptome der Brustschmerzen sind zum Beispiel

  • Brustspannen, dieses kann beidseitig auftreten, oder sich nur in der linken oder rechten Brust bemerkbar machen.
  • stechende oder ziehende Schmerzen in einer oder beiden Brüsten
  • Viele Frauen klagen auch über gesteigerte Berührungsempfindlichkeit oder haben das Gefühl, ihre Brüste sind größer geworden.

Diese Symptome ähneln den Brustschmerzen, die manche Frau beim Stillen erlebt hat. In den Wechseljahren treten sie häufig vor allem in der zweiten Zyklushälfte auf und verstärken sich bis zum Zyklusende. Durch die in den Wechseljahren eher unregelmäßigen Monatsblutungen können die Brustschmerzen einen Monat ganz wegbleiben oder im kürzeren Rhythmus auftreten.

Hormonelles Ungleichgewicht löst Schmerzen aus

Alle Symptome der Wechseljahre stehen mit einem Rückgang der Produktion an weiblichen Geschlechtshormonen in Verbindung. Der biologische Progesteronspiegel sinkt im Verlauf der Wechseljahre kontinuierlich, bis der Körper nach der Menopause die Produktion ganz einstellt. In den Wechseljahren kann es dadurch über eine längere Zeit zu einer regelrechten Östrogendominanz kommen, da die Eierstöcke kein Progesteron mehr, aber noch Östrogen bilden.

Progesteron wirkt unter anderem einer östrogenbedingten Wassereinlagerung im Gewebe entgegen. Kommt es zu einem hormonellen Ungleichgewicht, kann es zu Spannungen und Schmerzen in der Brust führen.

Außerdem verändert sich nach und nach der Aufbau des Brustgewebes. Das Drüsengewebe bildet sich zurück, es können gutartige Knötchen (Zysten) entstehen. Auch diese Umbildungen lösen manchmal Schmerzen aus.

Was hilft bei Brustschmerzen?

Es gibt verschiedene pflanzliche Heilmittel, die Brustbeschwerden lindern können, wie Auszüge des Mönchspfeffers (Agnus castus). Eine örtliche (lokale) Hormonbehandlung bessert zuverlässig die Symptome. Nach neuesten Forschungsergebnissen sind moderne Präparate, die in Form eines Gels in die Haut einmassiert werden und natürliches Progesteron enthalten, am besten geeignet. Durch die geringe Dosierung und Anwendung auf der Haut steigt auch die Hormonkonzentration im Blut nicht an. 

Ärztlicher Rat ist unverzichtbar

Bei allen Veränderungen der Brust oder Schmerzen sollte man immer einen Arzt zu Rate ziehen. Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung der Frau  Schmerzen in der Brust oder in der Brustwarze sind ein mögliches Anzeichen. Auch wenn Brustschmerzen während des Atmens oder in der Brustmitte auftreten, sollte ein Arzt zurate gezogen werden. Dabei kann es sich um eher harmlose Verspannungen handeln - oder aber um ernste Herzprobleme.

Welche Wechseljahresbeschwerden sonst noch auftreten können, lesen Sie hier.

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Autor: Lifeline
Letzte Aktualisierung: 10. Juni 2015
Quellen: Herbert Kuhl: Klimakterium, Postmenopause und Hormonsubstitution. Uni-Med 2006.

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