Symptome der Wechseljahre

Hitzewallungen effektiv behandeln

Hitzewallungen lassen sich gut vermeiden

Hitzewallungen zählen zu den Beschwerden, an denen Frauen in den Wechseljahren am häufigsten leiden. Von den Betroffenen werden sie – zumal sie häufig von Schweißausbrüchen begleitet werden - oft als extrem lästig empfunden. Die Hormonersatztherapie bietet eine effektive Möglichkeit, die Beschwerden zuverlässig zu lindern.

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Hitzewallengen sind lästig, aber behandelbar. Je nach Dauer der Wechseljahre können die Beschwerden Frauen andernfalls bis zu zehn Jahre lang begleiten.
Getty Images/Eyecandy Images RF

Hitzewallungen zählen neben Schlafstörungen, Scheidentrockenheit und Stimmungsschwankungen zu den typischen Symptomen in den Wechseljahren. Inwiefern diese Hitzewallungen als störend empfunden werden, hängt unter anderem von der Ausprägung ab: Manche Frauen klagen über heftige Schweißausbrüche und starke Gesichtsröte mehrmals täglich, andere wiederum haben nur ab und an das Gefühl der „fliegenden Hitze“, über die heute vielfältige wissenschaftliche Ergebnisse vorliegen.

Faktoren, die Hitzewallungen begünstigen

Nur wenige Informationen liegen zu den verschiedenen Faktoren vor, die das Auftreten der Hitzewallungen der in den Wechseljahren begünstigen könnten. Da Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen unterschiedliche Angaben zur Häufigkeit von Hitzewallungen machen, könnten genetische und soziokulturelle Faktoren sowie die Ernährungs- und Lebensweise eine gewisse Rolle spielen. Daneben wird auch diskutiert, ob zum Beispiel ein hoher Body-Mass-Index, Rauchen oder Depressionen die Beschwerden begünstigen. Unklar ist zum Beispiel, ob sich Ausprägung und Dauer der Hitzewallungen bei der natürlichen Menopause von denen bei einer operativ ausgelösten Menopause (durch Entfernen der Eierstöcke oder der Gebärmutter) unterscheiden.

Hitzewallungen: Bis zu zehn Jahre lang Wechseljahrsbeschwerden?

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Wie lange die teils sehr unangenehmen Hitzewallungen die betroffenen Frauen plagen, ist individuell unterschiedlich. Einer aktuellen US-amerikanischen Untersuchung zufolge können Hitzewallungen in moderater und schwerer Ausprägung rund zehn Jahre lang andauern. Eine Zeitspanne, die die bisher angenommene maximale Dauer von Hitzewallungen noch übertrifft. Dabei hängt die Beschwerdedauer offensichtlich davon ab, in welcher Phase der Wechseljahre die Hitzewallungen erstmals auftreten.

Je früher Hitzewallungen einsetzen, desto hartnäckiger sind sie

So wurde im Rahmen der vorliegenden Studie festgestellt, dass Frauen, bei denen die Hitzewallungen erst spät in den Wechseljahren auftraten, rund vier Jahre mit den Beschwerden zu kämpfen hatten. Im Gegensatz dazu wurde bei Betroffenen, die schon in der frühen Phase der Wechseljahre an Hitzewallungen litten, eine Beschwerdedauer von rund sieben Jahren ermittelt. Noch länger – über elf Jahre – hielten die Beschwerden bei Frauen an, die bereits zu Beginn des Klimakteriums Hitzewallungen bemerkten.

Effektive Behandlung von Hitzewallungen

Fest steht: Hitzewallungen können die betroffenen Frauen erheblich beeinträchtigen und mitunter über einen langen Zeitraum (über 10 Jahre!) den Alltag bestimmen - ja nach Dauer der Wechseljahre. Ist die Lebensqualität stark eingeschränkt, bietet die Hormonersatztherapie eine zuverlässige Behandlungsoption zur Linderung der Beschwerden. Frauen, denen die Gebärmutter nicht entfernt wurde, erhalten dabei eine Kombination aus Östrogen und Gestagen, andernfalls wird nur Östrogen verabreicht.

Natürliches Progesteron gegen lästige Hitzewallungen

Wer hier eine möglichst verträgliche Behandlungsform sucht, kann laut Experten heute auf niedrig dosiertes, über die Haut zuzuführendes Östrogen und ggf. natürliches Progesteron setzen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt ausführlich beraten, ob und welche Form der Hormonersatztherapie in Ihrem individuellen Fall in Frage kommt, um die Beschwerden, die die Wechseljahre mit sich bringen, möglichst effektiv zu lindern.

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Fragen passend zum Thema

Autor: Tatiana Schmid
Letzte Aktualisierung: 14. Oktober 2014
Durch: es / Lifeline
Quellen: Freeman, E. W. u.a.: Duration of menopausal symptoms hot flushes and associated risk symptoms. Obstet Gynecol 2011; 117: 1095-1104 Szmuilowcz, E. D. u.a.: Vasomotor symptoms and cardiovascular events in postmenopausal women. Menopause 2011; 18: 603-610 Dören, M. und Beckermann, M.J.: Menopausale Beschwerden und ihre Behandlung. Gynäkologe 2010; 43: 282-286

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