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Haut und Haare in der Menopause

Schöne Haare in den Wechseljahren durch Hormone?

Die Veränderung der Hormonspiegel in den Wechseljahren geht auch an Haut und Haaren nicht spurlos vorüber. Die Haut wird trockener, die Faltenbildung nimmt zu und nach Verletzungen ist der Heilungsprozess oft verlangsamt. Das hilft gegen die Beschwerden und so können Sie vorbeugen!

Ältere Frau kämmt sich Haare
Gesunde Haut und volles, glänzendes Haar sind Inbegriff von Schönheit und Weiblichkeit.
© iStock.com/CentralITAlliance

Ein frischer Teint und schönes Haar – welche Frau wünscht sich das nicht? Schließlich sind gesunde, glatte Haut und volles, glänzendes Haar der Inbegriff von Schönheit und Weiblichkeit. Die weiblichen Geschlechtshormone, besonders das Östrogen, spielen bei der Regulation zahlreicher Prozesse in der Haut und in den Haaren eine wichtige Rolle.

Natürliche Helfer in den Wechseljahren

Sie erhöhen zum Beispiel die Fähigkeit der Haut, Wasser zu speichern, verringern die Talgproduktion, regen die Pigmentbildung in der Oberhaut an und stärken ihre Immunfunktion. Die weiblichen Hormone schützen auch das Haar und sorgen unter anderem dafür, dass es nicht zu dünn wird oder gar ausfällt. Dementsprechend hat ein Abfall der Östrogenspiegel, der den Beginn der Wechseljahre kennzeichnet, oftmals nicht nur Hitzewallungen und Schweißausbrüche zur Folge – auch für Haut und Haare ergeben sich negative Folgen.

Wechseljahre: Falten wegen Hormonabfall

Schon ab dem Alter von 30 Jahren können bei Frauen die ersten Falten auftreten, auch die Feuchtigkeit der Haut nimmt ab. Mit den Wechseljahren beziehungsweise dem Absinken der Östrogenspiegel erschlafft die Haut zusehends und die Faltenbildung verstärkt sich. Weiterhin produziert die Haut weniger Fette und das Wachstum bestimmter Hautzellen geht zurück. In der Folge geht auch die Produktion wichtiger Hautsubstanzen wie Kollagen, elastischer Fasern oder Hyaluronsäure zurück. Experten schätzen, dass Frauen in den ersten fünf Jahren nach der letzten Regelblutung etwa 30 Prozent des Hautkollagens verlieren. Das beeinflusst auch die Hautdicke: Während die Haut bis zum Alter von 35 bis 49 Jahren dicker wird, nimmt die Hautdicke nach der Menopause pro Jahr um zirka ein Prozent ab.

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Allerdings spielt bei der Hautalterung nicht nur das Östrogen eine wichtige Rolle. Weitere Faktoren können den Alterungsprozess der Haut ebenfalls beeinflussen. Dazu gehören vor allem Sonneneinstrahlung, Umwelteinflüsse, aber auch der Alkohol- oder Nikotinkonsum. Daneben sind natürlich auch erbliche Faktoren von Bedeutung.

Östrogene regen Zellbildung der Haut an

Frauen, die sich aufgrund von Beschwerden wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen für eine Hormontherapie entschieden haben, können auch von positiven Effekten auf die Hautbeschaffenheit profitieren. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Zufuhr von Östrogenen die Zellbildung in der Haut anregt. Dadurch nimmt die Produktion von Kollagen zu und damit auch die Hautdicke. Weiterhin begünstigt die Östrogenzufuhr die Bildung von Hyaluronsäure und beeinflusst den Feuchtigkeitsgehalt der Haut positiv.

Alltagstipps: Gesund durch die Wechseljahre

Östrogene beeinflussen darüber hinaus auch die Wundheilung. So unterstützen sie nach Verletzungen das Wachstum der Haut und sorgen dafür, dass Narben – sollten sich welche bilden – klein bleiben.

Haarausfall durch Hormonmangel

Mit steigendem Alter nimmt bei Frauen die Zahl und Größe der Haarwurzeln ab. Das scheint unter anderem durch den Abfall der Östrogene bedingt zu sein. Aber auch der Mangel an Nährstoffen wie Zink oder Eisen gelten als mögliche Ursachen. In der Folge werden die Haare oft dünner und es kann zu einem diffusen Haarausfall kommen. Auch die Scham- und Achselbehaarung bildet sich in den Wechseljahren zurück.

Das Absinken der Östrogene kann zudem dazu führen, dass plötzlich die männlichen Hormone überwiegen. Dadurch kann ein sogenannter androgenetischer Haarausfall (Alopezie) hervorgerufen werden, der immerhin bei 30 Prozent der Frauen bis zum 80. Lebensjahr auftritt. Typisch ist der Haarausfall im Scheitelbereich. Zur Therapie stehen vor allem lokal wirkende Arzneimittel zur Verfügung, darunter auch Östrogene.

Gesunder Lebensstil beugt Haar- und Hautalterung vor

Haut und Haare werden von vielen Faktoren beeinflusst, wobei Östrogene sicherlich eine zentrale Rolle spielen. Ob im Einzelfall eine Hormontherapie sinnvoll und hilfreich ist, klären Frauen am besten im Gespräch mit ihrem Gynäkologen. Eine wichtige Basis für gesunde Haut und schöne Haare bilden jedoch auch eine gesunde Ernährung, ein wirksamer Schutz vor zu starker Sonneneinwirkung sowie ein maßvoller Umgang mit Alkohol und der Verzicht aufs Rauchen.

Um die Haut weiterhin optimal zu schonen, sollten Frauen konsequent Lichtschutzcremes mit UVA- und UVB-Filtern benutzen und ihrem Körper wichtige Nährstoffe mit den Vitaminen A, C und E zuführen.

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