gynokadin überdosiert?

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

07.02.2017 | 17:24 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Bohnet,

ich bin 49 (1,60 cm, 45 kg). Gebärmutterentferung vor 18 Jahren, danach schleichend immer mehr Wechseljahresbeschwerden. Nahm bisher die Pille (minisiston), da ich Lafamme nicht vertragen hab. Dann wurde mir Estreva Gel verordnet 3 Hub, d.h. 1,5 mg Estradiol. Das war 3 Monate völlig in Ordnung, nach ersten Anpassungen keine Nebenwirkungen. Dann mußte ich auf Gynokadin Gel wechseln, da das Estreva nicht mehr zu bekommen war. Ich sollte die gleiche Dosis nehmen wie bisher, 1,5 mg, d.h 2 Hübe. Es fing mit Herzklopfen und Schwindel an und führte dann nach ca. 2 Wochen zu Schmerzen in der Brust und Schwellungen an den Fußknöcheln und unter den Augen. Ich ging davon aus, daß die Dosis zu hoch war und ließ das Gynokadin 5 Tage lang weg. In dieser Zeit verschwanden die Schwellungen und die Brustschmerzen sind weg. Dann fing ich wieder mit dem Gel an, aber nur 1 Hub, d.h. 0,75 mg Estradiol. Drei Tage  später war die Schwellung unter den Augen wieder da und ging jetzt trotz des Absetzens des Gels seit 6 Tagen nicht mehr weg. Sollte ich das Gynokadin noch weiter weglassen, um abzuwaren bis die Schwellungen verschwinden oder mit einer noch reduzierteren Dosis, evtl. 1/2 Hub wieder anfangen und hoffen, daß es sich in der Folge wieder normalisiert? Wie lange kann man das Gel aussetzen, ohne daß solche Dinge wie Haarausfall wegen abruptem Hormonentzug stattfinden?  Wäre Ihnen für einen Rat sehr dankbar.

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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08.02.2017, 02:19 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Eigentlich empfehle ich bei durchschnittlichem Gewicht nicht mehr als einen Hub Gel vor dem Schlafengehen. 3 Hübe sind auf die Dauer zu viel! In Ihrer Altersgruppe kann durchaus auch zwischendurch eine Eigenproduktion auftreten, zumal Sie lange, warum?!, die Pille eingenommen haben.

Falls nochmals eine solche Episode kommt, sollte man Hormonanalysen machen!

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08.02.2017, 11:22 Uhr
Antwort

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Die Pille nahm ich, da nach der Gebärmutterentfernung auf Grund Zervix-Ca nach und nach Wechseljahresbeschwerden auftraten und ich Lafamme nicht vertrug (Bildung sehr vieler Zysten in den Brüsten). Im letzten Jahr merkte ich dann auch unter der Einnahme von Minisiston Wechseljahresbeschwerden, d. h. Hitzewallungen, schwitzen, schlechter Schlaf usw..

Mich würde noch interessieren, ob Sie mir empfehlen würden, jetzt ersteinmal mit einem 1/2 Hub Gynokadin wieder zu beginnen, da es ja zu Schwellungen unter den Augen kam bei einem Hub und ob es bei Aussetzen von z. B. 5 Tagen zu Haarausfall kommen könnte wegen Hormonentzug.

Vielen Dank und herzliche Grüße

Experte-Bohnet
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09.02.2017, 00:43 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Wenn Sie jetzt beschwerdefrei sind, könnten Sie wieder beginnen.

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09.02.2017, 11:21 Uhr
Antwort

Leider ist die Schwellung um die Augen noch nicht wieder weg. Aber ich kann doch sicher nicht so lange mit dem Gynokadin aussetzen...

Bitte äußern Sie sich noch dazu, ob 1/2 Hub für mich (45 kg) ausreichend sein könnte, da es bei zwei Hub (3 Monate so genommen) und versuchsweise bei 1 Hub (nur eine Woche so genommen) zu diesen Schwellungen kam. Wie gesagt, ging nach dem Absetzen von 2 Hüben die Schwellung nach 3 Tagen zurück. Als ich dann mit 1 Hub anfing, die Schwellung wieder kam und ich nach einer Woche wieder ausetzte ist sie nicht wieder verschwunden. Ich möchte unbedingt einen Östrogenmangel vermeiden, damit es nicht zu Haarausfall kommt.

Wie lange kann man mit dem Gel aussetzen, ohne daß es zu Östrogenmangel und damit zu Haarausfall kommt.?

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