Unterbauchschmerzen und ständige Schmierblutungen unter HET

Kategorie: Hormontherapie-wechseljahre.de » Expertenrat Hormontherapie | Expertenfrage

12.06.2018 | 20:48 Uhr

Guten Tag Dr. Bohnet,

ich nehme seit 01/2018 2 Hub Gynokadin und 200mg Utrogest und habe ständig Unterbauchschmerzen und dunkel braune Schmierblutungen, mal mehr mal weniger, fast immer mit Koagel, einige Tage mit richtigem Blut. Ich war vorige Woche bei meinem Frauenarzt. Bei der Ultraschalluntersuchung fand sich eine Vergrößerung der Gebärmutter bis 4,5 cm, das Endometrium 4,5mm und in dem Myometrium weiße Streifen. Er meint, wenn ich richtig verstanden habe, das diese weiße Streifen können auf Adenomyos hinweisen. Ich habe keine Information darüber im Internet gefunden. Was bedeutet das? Die ständige Schmierblutung ist  sehr unangenehm und kann nicht für die Gebärmutter und vagina gesund sein. Ich bitte Sie um einen Rat. 

S

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Bisherige Antworten
Experte-Bohnet
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13.06.2018, 02:49 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Das Verhältnis von Ö zu P mag unausgewogen sein. Machen Sie mit allem eine Pause von 4 - 7 Tagen und tragen Sie dann nur 1 Hub Gel auf, aber weiterhin 200 mg Prog tgl.

Alter, Gewicht?

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17.06.2018, 22:29 Uhr
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Vielen Dank Dr. Bohnet,

ich bin 49, 175cm groß und Jetzt schon 90kg schwer. Seit Beginn der HET 6kg Gewichtszunahme.

Mit 48J Eierstockentfernung bei BRCA2-Mutation. Ich habe vor ein paar Tagen auf 1,5 Hub reduziert. Seit 2 Tagen wieder Schlafstörungen, ich bin ca. um 4.00 Uhr wach und kann nicht einschlafen, dazu kommt wieder zu einer leichten inneren Unruhe.

Soll ich weiter mit 1,5 Hube fortführen? Wie ist es überhaupt? Muss es unter HET immer wieder zur Blutung kommen? 

 

Experte-Bohnet
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18.06.2018, 01:57 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Leider verändert sich der Stoffw. in den WJ, sodass die meisten Frauen an Gewicht zu nehmen. Aber leider sind damit weitere Probleme verbunden. Da Sie vermutlich im Fettgewebe vermehrt Östron bilden, sollte die Gel-Dosis so niedrig wie möglich sein. Gibt es in Ihrer Fam. depressive Erkrankungen, welch Schlafst. fördern? Mir schein, es kann nicht alles an den Hormonen fest gemacht werden und viel hilft nicht viel!

Versuchen Sie doch nur 2 x am Tag zu essen. Haben Sie schon von Fitness-Tracker gehört?

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18.06.2018, 20:29 Uhr
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Hallo Dr. Bohnet,

In der Familie ist keine depressive Erkrankung bekannt. Nach der Eierstockentfernung wurde mir das ganze Jahr keine HET gegeben, mit Begründung dass ich diese nicht bekommen darf wegen BRCA2 Mutation. Die Beschwerdn waren so stark (unerträgliche Hitzewallungen, plötzlich große Knoten in der Schilddrüse, dazu ist es zu einer Myelitis gekommen), dass ich selbst in die tiefe Depresion gerutscht bin uind konnte nur 2-3 Stunden am Tag schlaffen. Dann kam es zu allgemeiner Schwäche, innerer Unruhe und Panikattaken. Viele Antidipressiva habe ich nicht vertragen. Nur als ich mit HET begonnen habe und Mirtazapin hat mein Zustand nach einigen Wochen etwas gebessert. Jetzt habe ich Mirtazapin ausschleichend abgesetzt. Aber auch mit Mirtazapin konnte ich 5 bis max. 6 Stunden am Tag schlafen. Vor der Op war ich komplett gesund gewesen und keine Medikamente genommen. Ich kann immer noch nicht verstehen, wie kann man so eine Op einer Frau bei voller Gesundheit und regelmäßigen Zyklus empfehlen. 

Jetzt ist wegen HET zur Veränderung der Gebärmutter gekommen. Ich weis nicht, ob diese weißen Streifen (Adenomyos?) gefährlich sind. Und wegen Schlafmangel komme ich nicht klar.

Experte-Bohnet
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19.06.2018, 00:16 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Leider muss ich feststellen, dass man offensichtlich das nicht gemanaged hat! Es ist bekannt, dass eine Kastration zu extremen Beschwerden führt; dabei Sie ein Jahr ohne Hormone zu lassen ist natürlich nicht gut! Wenn Sie die Mutation haben, muss natürlich bez. auf die Brust die Konsequenz gezogen werden. Hat man mit Ihnen nicht über die langfristigen Auswirkungen gesprochen?! Was weiße Streifen sein sollen, kann ich nicht nach vollziehen!- Wo wurden Sie operiert? Gibt es in der Nähe eine Universitätsklinik?!

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27.06.2018, 22:43 Uhr
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Hallo Dr. Bohnet, ich konnte leider eher nicht antworen. Ich wurde von meinem FA für Gyn operiert auf Empfehlung vom Brustzentrum des Uni-Klinikum Leipzig. Trotz meiner Beschwerden wurde im Brustzentrum mir gesagt,dass ich keine HET nehmen darf. Was meinen Sie unter langfristigen Auswirkungen? Mir wurde gesagt, dass ich sowieso in die Wechseljahre komme. Dass die Op-Folgen so schwerwiegend sind und kaum zu ertragen sind wurde mir nicht gesagt. Ich dachte, wenn die Fachärzte für Gynäkologie diese Op empfehlen, sollten die Folgen nicht so schlimm sein.

 

Experte-Bohnet
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29.06.2018, 06:33 Uhr
Antwort von Experte-Bohnet

Mit der Mutation geht u.a. die Gefahr aus, Eierstockskrebs zu bekommen; deshalb wurden diese operativ entfernt. Aber wie der Name der Mutation sagt, ist bes. auch das Brustkrebsrisiko erhöht. Deshalb wäre vor Ort eine Beratung notwendig, ob die Brustdrüsenkörper unter Erhalt der Brust entfernt werden! Bekannste Pat. Angelina Jolie! Dann können Hormone keine negative Wirkung entfalten!

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30.06.2018, 18:43 Uhr
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In meiner Famamilie ist kein Brustkrebs bekannt, nur Eierstockkrebs. Bei meiner Mutter mit 40 Jahren und bei meiner Cousine mit43 Jahren. Bei mir wurden Eierstöcke entfernt, die Gebärmutter wurde gelassen. Ich habe gelesen, wenn man nur Östrogene nimmt ohne Progesteron, wird das Risiko für Brusrkrebs sogar gesenkt. Stimmt das? Die Entfernung der Gebärmutter ist mit weiteren möglichen  Komplikationen verbunden, wahrscheinlich Blasensenkung, Scheidensenkung, Inkontinenz? Ich weiß nich welche noch und wie oft treten diese komplikationen auf? Lohnt es sich in meinem Fall, auch die Gebärmutter entfernen lassen und nur Östrogen zu nehmen?

Schöne Grüße

Niky