Trockene Scheide & Co.

Vaginalzäpfchen bei lokalen Wechseljahresbeschwerden

Lokale Behandlung hat viele Vorteile

Unangenehme Begleiter der Wechseljahre sind Trockenheit und Juckreiz der Scheide. Effektive Hilfe und Schmerzlinderung versprechen östrogenhaltige Creme, Vaginalzäpfchen oder Ovula.

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Gegen Juckreiz und Trockenheit helfen Vaginalzäpfchen.
Getty Images/Hemera

In den Wechseljahren stellen die Eierstöcke allmählich die Produktion des Östrogens ein. Der sinkende Östrogenspiegel macht sich häufig mit einer Veränderung der Scheide bemerkbar. Die Durchblutung wird schlechter, die Scheidenwände werden dünner, trockener und sind weniger elastisch, Blasenprobleme bis hin zur Harninkontinenz können auftreten. Eine trockene Schleimhaut der Scheide kann nicht nur zu Schmerzen und belastendem Juckreiz führen, sondern bedeutet auch eine größere Anfälligkeit für Entzündungen und bakterielle Infektionen. Viele Frauen verspüren auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Jucken und Brennen.

Östrogenspiegel verantwortlich für Zustand der Scheidenhaut

Diese Beschwerden treten vermehrt in oder nach den Wechseljahren auf, können jedoch auch jüngere Frauen treffen. Einige Frauen haben generell einen sehr niedrigen Östrogenspiegel und sind daher anfälliger bei Beschwerden im Vaginalbereich. Auch chronische Pilzinfektionen können eine Ursache dafür sein, dass die Schleimhäute der Scheide dünner werden. Nur mit einem gezielten Aufbau der Schleimhaut kann man diesen Symptomen entgegenwirken.

Es gibt unterschiedliche Präparate für eine gezielte Behandlung bei Scheidentrockenheit. Bei dieser lokalen Behandlung ist bereits eine sehr geringe Dosis an Östrogen ausreichend, um eine Linderung der Beschwerden herbeizuführen. Da entsprechende Produkte keine Wirkung auf den Gesamtorganismus haben, ist keine ergänzende Behandlung mit Gestagenen nötig. In den lokal wirksamen Präparaten ist das natürliche Östrogen Estriol in einer niedrigen Dosierung vorhanden. Die Frau kann hier unter den Darreichungsformen Zäpfchen, Ovula oder Creme wählen.

Wirkung bei Scheidentrockenheit vor Ort

Viele Frauen entscheiden sich für Vaginalzäpfchen, weil diese sehr einfach in der Handhabung sind und nach anfänglicher täglicher Therapie nur zwei- bis dreimal wöchentlich eingeführt werden müssen. Das Estriol bewirkt bereits nach kurzer Zeit eine Verringerung der Symptome. Es sorgt für eine bessere Durchblutung und verzögert den altersbedingten Abbau der Schleimhaut. Auch eine bessere Wundheilung nach Verletzungen können estriolhaltige Vaginalzäpfchen herbeiführen. Ovula sind eine besondere Form von Zäpfchen und gerade für Frauen mit trockener Scheide geeignet. Während normale Zäpfchen etwas Feuchtigkeit benötigen, um sich aufzulösen, schmilzt die Trägersubstanz der Ovula unter Wärme und gibt dann den Wirkstoff frei.

In der Anwendung unterscheiden sich Ovula und Zäpfchen nicht von einander. Die Zäpfchen bzw. Ovula werden zu Beginn der Therapie drei Wochen lang täglich abends in die Scheide eingeführt. Die Vaginalcreme wird zunächst täglich drei Wochen lang abends auf die äußeren Geschlechtsteile aufgetragen. Als Erhaltungsdosis bedarf es dann sowohl für die Vaginalzäpfchen, als auch für die Vaginalcreme einer ca. zweimal wöchentlichen Anwendung.

Das hilft bei Scheidentrockenheit: 13 Tipps

 

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Letzte Aktualisierung: 05. Juni 2015
Quellen: BSMO

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