Symptome der beginnenden Menopause

Wechseljahre – erste Anzeichen

Erste Symptome der Wechseljahre umfassen das Ausbleiben der Regelblutung und Hitzewallungen

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Erste Anzeichen der Menopause: Ein Besuch beim Arzt ist zu Beginn der Wechseljahre zu empfehlen.
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Zyklusschwankungen, Schlafstörungen und häufige Gereiztheit können bei einer Frau die ersten Anzeichen der Wechseljahre sein. Oft werden sie als Überlastung in Beruf oder Privatleben fehlgedeutet.

Das klassische Symptom der Wechseljahre sind neben dem Ausbleiben der Regelblutung die so genannten Hitzewallungen: Einem zunächst unbestimmten Unbehagen folgt eine Gesicht, Hals und Oberkörper überflutende Hitzewelle mit anschließendem Schweißausbruch. Nicht selten sind die Wallungen von starkem Herzklopfen oder Herzrasen begleitet. Doch der Anfang des Klimakteriums ist das nicht: Wenn Frauen dieses vermeintlich erste Wechseljahrs-Symptom erleben, befinden sie sich meistens bereits mitten im Wechsel. Hitzewallungen treten häufig um die Menopause, also dem Zeitpunkt der letzten Regelblutung, herum zum ersten Mal auf.

Die Anzeichen gehen, so vermuten Experten, indirekt auf den sinkenden Östrogenspiegel zurück, der zu einem Anstieg verschiedener Stresshormone wie Adrenalin führt. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft sind Hitzewallungen direkt auf die verminderte Östrogenproduktion zurückzuführen, da Östrogene auch für das Kreislauf- und Temperaturzentrum verantwortlich sind. Infolge des Östrogenmangels während der Wechseljahre kommt es zu unkontrollierten Hitze- und Kreislaufreaktionen.

Anfang der Wechseljahre: Der Körper kämpft um seinen Östrogenspiegel

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    Das Klimakterium beginnt mit kleinen, körperlichen Veränderungen: Könnten manche Ihrer Symptome von den Wechseljahren herrühren? Testen Sie es!

Ein erniedrigter Progesteronspiegel steht jedoch ebenfalls nicht am Beginn der Wechseljahre. Lange Zeit versucht der Körper, die Veränderungen, die bereits um das 40. Lebensjahr beginnen können, abzufangen, um den Östrogenspiegel im Blut aufrechtzuerhalten. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits so viele Eizellen in den Eierstöcken verbraucht, dass immer weniger im Monatszyklus heranreifen. Dadurch wird zunächst weniger Östrogen gebildet. Aufgrund des ausbleibenden Eisprungs entsteht auch weniger natürliches Progesteron. Der Körper versucht, durch eine vermehrte Bildung von so genanntem FSH, Follikel-stimulierendem Hormon, die Funktion der Eierstöcke wieder anzukurbeln. Der Beginn der Wechseljahre ist also dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration von FSH im Blut messbar ansteigt, während der Östrogenspiegel noch lange Zeit weitgehend normal bleibt.

Erstes wahrnehmbares Anzeichen der Menopause: Unregelmäßige Monatszyklen

Bleibt aufgrund der erschöpften Eierstöcke der Eisprung im Monatszyklus aus, kann sich der so genannte Gelbkörper, der das Gelbkörperhormon Progesteron abgibt, nicht bilden. Mit zunehmendem Versiegen der Eizellen gehen deshalb die Progesteronspiegel im Blut zurück. Die Folge sind Blutungsstörungen, die in den meisten Fällen die ersten von der Frau wahrgenommenen Anzeichen für die Wechseljahre sind: Mal ist der Abstand zwischen zwei Blutungen sehr kurz, die Blutung hält nur wenige Tage an, mal dauert es deutlich länger, bis die nächste Blutung kommt.

Längere Pausen wiederum können von sehr heftigen Blutungen begleitet sein, die lange andauern. Bei den meisten Frauen beginnen solche Zyklusschwankungen zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr und dauern meist mehrere Monate bis Jahre. Die Blutungen bleiben ganz aus, wenn der Östrogenspiegel so niedrig geworden ist, dass keine Gebärmutterschleimhaut mehr gebildet wird. Allerdings werden sie nur von Frauen bemerkt, die nicht die Pille zur Empfängnisverhütung nehmen, da diese den Zyklus reguliert.

Symptome Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen oft fehlinterpretiert

Auch  Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen treten oft schon zu Beginn der Wechseljahre auf: Eine bislang ungekannte Gereiztheit, plötzliche Neigung zu Wutausbrüchen, Unausgeschlafensein und Übermüdung werden gerade am Anfang gern falsch gedeutet, etwa als Stress und Überforderung im Beruf oder im Privatleben. Experten diskutieren die zunehmend niedrigeren Hormonspiegel in den Wechseljahren als Ursache für die psychischen Verstimmungen. Die genauen Zusammenhänge sind bislang allerdings noch unklar.

Weiteres Wechseljahrs-Anzeichen: Brustbeschwerden vor der Regelblutung

Ein weiteres frühes Symptom der Wechseljahre können Spannungen und Ziehen in der Brust vor der Regelblutung sein. Sie werden durch das Hormonungleichgewicht zwischen zunächst noch normalem Östrogenspiegel und bereits erniedrigtem Progesteron verursacht. Dadurch kommt es zu Wassereinlagerungen im Brustdrüsengewebe, die Spannungen und Schmerzen hervorrufen. Bei diesen Beschwerden denken Frauen oft nicht an die Wechseljahre als mögliche Ursache, da sie auch schon im jüngeren Lebensalter auftreten können.

Messung der Hormonspiegel bringt Aufschluss über Wechseljahre

"Bin ich nun schon in den Wechseljahren oder nicht?" - darüber ist sich anfangs so gut wie jede Frau unklar. Nur der Frauenarzt kann klären, ob es sich bei unspezifischen Beschwerden tatsächlich um den Beginn der Wechseljahre handelt oder nicht. Die Bestimmung einzelner Hormone reicht dabei in der Regel nicht aus, da die Hormonspiegel nicht nur in der Menopause starken Schwankungen unterworfen sind. Erst die Hormon verschiedener Hormone und der Vergleich der Spiegel zu verschiedenen Zeitpunkten kann Klarheit bringen, ob es sich wirklich um die ersten Anzeichen der Wechseljahre handelt.

Erste Anzeichen und Symptome: So zeigen sich die Wechseljahre
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    Schweißausbruch und Hitzewallung

    Hitzewallungen und darauffolgende Schweißausbrüche gehören zu den häufigsten Wechseljahresbeschwerden. Meist treten sie erst auf, wenn der Wechsel bereits voll im Gange ist. Denn erst dann sinkt der Östrogenspiegel im Blut, was in Zusammenhang gebracht wird mit unkontrollierten Hitze- und Kreislaufreaktionen.

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    Spannungsgefühle in den Brüsten

    Bereits zu Beginn der Wechseljahre sind Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust vor der Regelblutung häufig. Sie werden auf das Hormonungleichgewicht zwischen zunächst noch normalem Östrogenspiegel und bereits erniedrigtem Progesteron zurückgeführt, dem Hormon, das für die Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorbereitet. Durch das Ausbleiben des Eisprungs bleibt auch die Progesteronproduktion aus.

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    Sexuelle Probleme

    Der Rückgang der Östrogenproduktion führt in den Wechseljahren oft zu sexuellen Problemen. Zum einen werden äußerer Intimbereich, die Schamlippen und die Schleimhaut der Vagina schlechter durchblutet. Das macht sie dünner, trockener und weniger elastisch und kann zu Brennen oder Schmerzen beim Verkehr führen, was den Spaß am Sex rauben kann. Sexuelle Unlust kann aber auch durch psychische Veränderungen während der Wechseljahre bedingt sein.

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    Kopfschmerzen

    Kopfschmerzen treten bei Frauen viel häufiger als bei Männern auf, und es wird vermutet, dass das Zusammenspiel der Hormone bei der Frau dafür verantwortlich ist. Die hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre können die Kopfschmerzen verstärken, bei manchen Frauen aber auch für ihr Verschwinden sorgen.

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    Haarausfall

    Dünner werdendes Haar und vermehrter Haarausfall sind in den Wechseljahren keine Seltenheit. Der Rückgang der weiblichen Sexualhormone lässt den Einfluss männlicher Hormone zunehmen. Wie empfindlich die Haarwurzeln darauf reagieren, hängt von den Erbanlagen der Frau ab. Jede Vierte neigt zu androgenetischer Alopezie, so der Fachausdruck für Haarausfall, der durch männliche Hormone (Androgene) bedingt ist.

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    Harnwegsinfekte

    Laktobazillen besiedeln die Scheide der gesunden Frau und haben eine Schutzfunktion, von der auch die Harnröhre profitiert. Das Wachstum der Laktobazillen steht in Zusammenhang mit dem Östrogenspiegel. Da er in den Wechseljahren sinkt, steigt das Infektionsrisiko für Scheide und Harnröhre. Häufigere Harnwegsinfekte gehören daher zu den möglichen Begleiterscheinungen der Wechseljahre.

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    Schwindel

    Karussell im Kopf – auch Schwindelanfälle in den Wechseljahren können durch Hormonschwankungen ausgelöst werden, können aber auch andere Ursachen haben. Deshalb sollte ein Arzt konsultiert werden.

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    Gewichtszunahme

    Mit zunehmendem Alter sinkt der Grundumsatz des Körpers, das heißt, wir brauchen weniger Nahrung, um unser Körpergewicht zu halten. Das hat mehrere Ursachen und liegt unter anderem an dem Wachstumshormon Somatotropin, das am Abbau von Körperfett beteiligt ist, dessen Produktion aber im Erwachsenenalter absinkt. Ab 40 wird es kaum noch gebildet. Die Gewichtszunahme in den Wechseljahren ist also nicht unbedingt im Wechsel selbst begründet, verstärkt aber die damit verbundene psychische Belastung, wenn Lieblingskleider plötzlich nicht mehr passen.

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    Schlafstörungen

    Schätzungsweise jeder zweiten Frau in den Wechseljahren machen Schlafstörungen zu schaffen. Wieder sind die Hormone schuld: In dieser Lebensphase gerät der gesamte Hormonhaushalt aus den Fugen, und auch die Produktion der Botenstoffe, die an der Schlafregulation beteiligt sind, kann beeinträchtigt sein. Aber auch der Psyche mach der körperliche Umbruch in den Wechseljahren zu schaffen, was unter anderem zu Schlafstörungen beitragen kann.

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    Stimmungsschwankungen

    Hormone steuern nicht nur unsere Körperfunktionen, sie beeinflussen auch unsere Gemütslage. Kein Wunder also, dass die Wechseljahre auf die Psyche schlagen. Häufige Stimmungsschwankungen sind häufig, und schon kleine unangenehme Alltagsereignisse können die Stimmung in den Keller bringen.

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    Reizbarkeit

    Sprichwörtlich ist auch die Reizbarkeit, die Frauen im Wechsel zu schaffen macht. So mancher Partner staunt nicht schlecht, wenn seine bis dahin sanftmütige und gelassene Frau bei nichtigem Anlass ausrastet.

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    Lustlosigkeit

    Viele Frauen erfasst in den Wechseljahren ein "Null-Bock-Gefühl": Selbst die bislang karriereverwöhnte Geschäftsfrau ist davor nicht unbedingt gefeit. Da hilft nur: Raus aus dem Alltag, zum Beispiel mit einer von der Krankenkasse geförderten Präventionsreise, wo Frau Entspannungstechniken lernt oder Stress durch Bewegung abbaut.

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    Depressionen

    Depressive Verstimmungen in den Wechseljahren können mit zu den psychischen Auswirkungen des Hormonchaos in den Wechseljahren gehören. Der Anteil der Frauen mit echten Depressionen steigt jedoch in den Wechseljahren nicht.

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    Vergesslichkeit

    Gemütsschwankungen, Stress und Schlafstörungen während den Wechseljahren können die Aufnahmefähigkeit des Gehirns belasten und zu Vergesslichkeit führen. Die nachlassende Östrogenproduktion wirkt sich aber auch direkt auf die Hirnleistung aus: Östrogene tragen auf vielfältige Weise zur Funktion und Erhaltung von Nervenzellen beitragen – ein Effekt, der während der Wechseljahre nachlässt.

Autor: Kathrin Sommer
Letzte Aktualisierung: 20. Januar 2014
Durch: sw / Lifeline
Quellen: Nach Informationen von Frauenärzte im Netz, hrsg. v. Berufsverband der Frauenärzte e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.; Dudenhausen und Schneider (Hrsg.): Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Walter de Gruyter, 1994; Soares, C.N. & Zitek, B.: Reproductive hormone sensitivity and risk for depression across the female life cycle: Acontinuum of vulnerability? Journal of Psychiatry Neuroscience 2008, 33: 331-343; Sturdee, D.W.: The facts of hormone therapy for menopausal women. The Parthenon Publishing Group, 2004

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